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Altertumsvereine#

Iim 19. Jahrhundert regional oder lokal zur Sicherung und Beschreibung von Denkmälern und Errichtung von Museen gegründet. Bald widmeten sie sich der Heimat- und Landeskunde und sorgten für Publikationen. Vereine entstanden 1811 in Graz zur Erhaltung der Sammlungen des Erzherzog Johann (Joanneum), 1823 in Innsbruck, 1833 in Linz und 1834 in Salzburg zur Gründung eines Museums. Die Geschichtsvereine für Kärnten und die Steiermark entstanden 1849/50 aus einem seit 1843 bestehenden "Historischen Verein für Innerösterreich". In Wien erlangte der 1853 gegründete "Altertumsverein zu Wien" die größte Bedeutung (seit 1920 "Verein für Geschichte der Stadt Wien"). Für Niederösterreich wurde 1864 ein Verein für Landeskunde gegründet. Wichtigkeit erlangten die "Numismatische Gesellschaft in Wien" (1869), die "K. k. Heraldische Gesellschaft Adler" (1870), die "Anthropologische Gesellschaft in Wien" (1870), die "Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich" (1879) und der "Verein Carnuntum" (1884).

Literatur#

  • J. Schwerdfeger, Die historischen Vereine Wiens, 1908
  • K. Lechner, 100 Jahre Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien, 1964