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Arbeiterliteratur#

Arbeiter beim Wohnbau
Arbeiter im modernen Wohnbau - Foto: P.Diem
Mitte des 19. Jahrhunderts begannen Autoren, sich mit dem Aufkommen der Sozialen Frage auch mit den Lebensumständen des Arbeitermilieus zu beschäftigen. Die Schriftsteller, die großteils selbst aus dem Bürgertum stammten, riefen in ihren Werken zur sozialen Gerechtigkeit auf. Bedeutende Vertreter dieser Arbeiterliteratur sind unter anderem die Lyriker Heinrich Heine, Georg Herwegh und Ferdinand Freiligrath. Im Naturalismus (Gerhart Hauptmann) und im Expressionismus (Ernst Toller) nahmen sich Autoren der Thematik an. Nach dem Zweiten Weltkrieg verarbeiteten Autoren der Gruppe 61 in der Bundesrepublik und des Bitterfelder Weges in der DDR die Probleme der modernen Industriegesellschaft. Dort sollte Arbeiterdichtung aber eigentlich das Leben der Arbeiter im Sozialismus feiern. Ein Vertreter der Arbeiterliteratur im 20. Jahrhundert war Hans Dieter Baroth. Bei ihm finden sich Schilderungen des Alltags im Bergbau im Ruhrgebiet.

Mit Darstellungen des Alltags von Arbeitern am unteren Rand der Gesellschaft befassen sich die beiden zeitgenössischen österreichischen Autoren Franz Innerhofer und Gernot Wolfgruber.





--> Zum Arbeiterlied siehe hier

--> Rudi Palla "Verschwundene Arbeit"