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Arbesser von Rastburg, Maria Assunta#

* 1. 3. 1884, Venedig (Italien)

† 13. 1. 1971, Graz


Malerin und Holzplastikerin


Geboren wurde Maria Assunta in Venedig in der Casa Falier a Canale Grande als Tochter des Architekturmalers Josef Arbesser von Rast.

Ihre Kindheit verlebte sie in Venedig und in Graz, zeitweilig bei den Großeltern. Ihr Großvater, Dr. Streinitz, war der Hausarzt des Erzherzogs Johann.


Sie absolvierte ein Studium an der Landeszeichnungsakademie in Graz (Königsbrunn), bei Maria Egner in Wien, Zoff und Wilhelm Gösser in Graz, Hummel und Knirr in München. Sie hielt sich auch längere Zeit in Florenz auf.


Im Ersten Weltkrieg arbeitete sie als freiwillige Pflegerin und Ordinationsschwester.


Ab 1921 lebte sie freischaffend in Graz und war von 1928 bis 1932 außerdem als Zeichenlehrerin an der Sacre-Coeur-Frauenoberschule tätig. Sie war Mitglied der Vereinigung Bildender Künstler Steiermarks.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • 1922 Österreichischer Staatspreis
  • 1924 Silberne Medaille der Stadt Graz

Werke (Auswahl)#

Arbeiten dieser "Künstlerin aus altösterreichischem Geblüt und von altösterreichischer Vornehmheit, die in ihrem Impressionismus bei aller Eigenständigkeit noch der österreichischen Malerschule der Jahrhundertwende, einem Emil Jacob Schindler oder etwa einem Carl Moll verpflichtet ist" (Erich Gschwend) sind im Grazer Stadtmuseum zu sehen
  • "Theaterschneiderei im Haus zum Brandhof" (1927), Ölbild
  • "Arkadenhof im Keplerhaus", Aquarell
  • "Altes Haus in der Armenhausgasse" (1908), Aquarell
  • zahlreiche Blumenstücke und Landschaften, diese vor allem aus ihren Sommeraufenthalten auf Schloss Pichelhofen bei St. Georgen ob Judenburg, Maßweg bei Knittelfeld und aus der Krakau bei Murau, aber auch aus der Oststeiermark ("Brücke bei Ilz") und aus dem Süden (aus Pola)
  • Figuralschnitzereien

Ausstellungen#

  • 1959 zum 75. Geburtstag Kollektivausstellung im Eckraum des Joanneums
  • In den Jahresausstellungen der Vereinigung 1964 und 1965 mit neuen Bildern vertreten, in ersterer mit "Achtzigster Geburtstag" und "Azeleen und Orchideen", in letzterer mit den Ölbildern "Azeleenstudie", "Sommerabend" und "Sommerblumen"
  • beim Joanneumskunstpreis-Wettbewerb 1966 mit "Blumenstrauß"
  • in der Ausstellung 1967 der Vereinigung mit "Päonien und Iris"

Literatur#

  • Richard Rubinig, A. A. und ihr farbiges Album" in "Neue Zeit" Graz, 1959
  • R. List in "Südost-Tagespost", 14. Juni 196
  • E. Gschwend, "Die Malerin A. A." in "Steirische Berichte", 10. Jg. 1966, Nr. 2, März-April, 22, 47
  • List, 1, 23
  • Fuchs, H.: Die österr. Maler der Geburtsjahrgänge 1881-1900. - Wien. Bd 1. 1976, S. K14.

Redaktion: A. Geiger