unbekannter Gast

Baden, NÖ.#

BN, Stadt, 228 m, 23.488 Ew., 26,89 km2, Heilbad mit Schwefelquellen an der Thermenlinie, am Ausgang des Schwechattals ins Wr. Becken. - BH, Bez.-Ger., Bez.-Bauernkammer, Bundesbaudirektion, Nö. Agrarbez.-Behörde, Finanzamt, Arbeitsmarktservice, Eich- und Vermessungsamt, Garnison, Korpskommando (Martinek-Kaserne), AK, WK, Kurmittelhaus mit Thermalhallenbad (1969-74), Mineralschwimmbad (1847, A. v. Sicardsburg und E. van der Nüll), Thermalstrandbad (1926), Trinkhalle (1928), Kurpark, zahlr. Kurhäuser und Erholungsheime, Krankenhaus, Stadttheater (1908-10), Ks.-Franz- Joseph-Museum (1905, Handwerk, Volkskunst), Museum der Stadt B. (Rollett-Museum, Stadtarchiv 1905), Puppen- und Spielzeugmuseum, Sommerarena (1906), Kongreßhaus (urspr. Kurhaus 1884-86, Umbau 1966-69), Spielcasino der Casinos Austria AG ( 1934-44 im ehem. Kurhaus, 1969-91 in ehem. Trinkhalle, Umbau von Kurhaus und Trinkhalle 1995 zu Großcasino). Schulstadt: 2 BG und BRG, HLA f. wirt. Berufe und f. Mode und Bekleidungstechnik, HAK, PädAk, Bundesinst. f. Heimerziehung, Bundesfortbildungsinst. f. Zahntechniker, mehrere BerS, MeisterS für Maler und Bäcker, VHS. Trabrennplatz, Sport- und Veranstaltungshalle (1978-80). Dienstleistungsstadt (rd. 82 % der 9399 Beschäftigten 1991 ) mit Vorrang des Fremdenverkehrs (536.922 Übern.), Hotellerie und Gastgewerbe, Handel, daneben persönl., soz. und öffentl. Dienste (bes. Krankenhaus, Sonderheilanstalten), Geld- und Kreditwesen; keine bedeutenden Produktionsbetriebe, Weinbau (Flaschenweinproduktion). Ort von den Römern „Aquae" genannt, 869 als karoling. Pfalz „palatium ad Padun" erstmals urk. genannt, 1125 Burg urk. erwähnt, 1480 Stadterhebung, von Türken und Ungarn mehrmals zerstört. Durch die Thermalquellen und die Sommeraufenthalte( 1811-34) Franz I. Entwicklung zur Biedermeier- Bäderstadt, in der zahlr. Künstler (W. A. Mozart, L. v. Beethoven, F. Schubert, J. Strauß Vater, J. Lanner, F. Grillparzer, J. Schreyvogel, I. F. Castelli, F. Dingelstedt, F. Raimund) weilten; Glanzzeit in der 1. Hälfte des 19. Jh. (zahlr. klassizist. Bauten erhalten, davon viele von J. Kornhäusel). B. ist reich an älteren Sakralbauten: Stadtpfarrkirche St. Stephan (1477, spätgot. mit roman. Kern) mit Altarbild von P. Troger, neugot. Einrichtung; spätgot. Kirche St. Helena mit „Töpfer-Altar" (frühes 16. Jh.); Frauenkirche und ehem. Frauenkirche; ehem. Augustiner-Eremiten-Kloster (13. Jh.); Dreifaltigkeitssäule; Kapellen St. Anna (16.-17. Jh.) und St. Antonius (1708); Johannes- (19. Jh.), Theresien- (1758), Josefs- (1804), Leopolds- (1812), Frauen- und Karolinenbad (1821-23) sowie Franzensbad (1827), Rathaus (1812-15). Ausstellungen im Frauenbad, Beethoven- Haus, Beethoven-Tage, Theatersommer, Rosarium. In der Umgebung von B.: Ruinen Rauhenstein (roman.) und Rauheneck (12. Jh.) am Ausgang des Helenentals, Schloß Weikersdorf (urk. 1233, mit Resten eines roman. Bergfrieds), Schloß Leesdorf (urk. 1114, urspr. Wasserburg) und Schloß Braiten (1809); westl. von B. Königshöhle

Literatur#

  • Ö. Städtebuch, Bd. IV, Teil 1, Die Städte NÖ., 1988.


--> Baden bei Wien 1966



Anmerkung: Dies ist ein Testeintrag!

-- Ziegler Katharina, Montag, 14. Januar 2013, 11:19