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Baden bei Wien, 1966#

NÖ., 233 m, 22484 Ew., BH, Kurstadt am O-Abfall des Wienerwalds und am Ausgang vom Helenental ins Wiener Becken, Rheumaheilbad mit 15 Schwefelquellen (36° C). Der ehem. Römerort ,Aquae', im 9. Jh. Königsgut, 1125 urk. erwähnt, 1480 Stadt, wurde von Türken und Ungarn mehrmals zerstört. Nach dem Brand von 1812 entwickelte sich B. zu einer typischen Biedermeier-Bäderstadt, in der sich häufig Künstler aus Wien einfanden (Beethoven, Schubert, Grillparzer, Strauß, Millöcker). Seine Glanzzeit erlebte B. als kaiserl. Sommersitz in der 1. Hälfte des 19. Jh. Die Bauten dieser Zeit (die meisten von Kornhäusel) sind klassizistisch: Rathaus (1815), Engelsbad (1822), Weilburg (1823, 1945 abgebrannt). Spätgot. Pfarrkirche mit sog. Töpfer-Altar (um 1515, urspr. von der Töpfer-Innung für den Wr. Stephansdom gestiftet). Spätgot., urspr. roman. Stadtpfarrkirche (1477) mit Altarbild von Troger (1745). Dreifaltigkeitssäule (1718). Rollett-Museum (mit Galls Schädel-Sammlung) und Franz-Josef-Museum. Zahlreiche Badeanlagen und -Häuser (Josefs-, Leopolds-, Frauenbad), Unterwassertherapie-Anlage, Thermalstrandbad, Kurpark; Terrain- u. Traubenkur; Rheumaforsch.-Inst. Stadttheater, Freilicht-Theater, Trabrennplatz, Spielkasino, Garnison. Zu B. gehören die roman. Burgruinen Rauheneck (1136) und Rauhenstein (1160) am Ausgang des Helenentals, Schloß Weikersdorf (Doblhoff, 1233) mit Resten eines roman. Bergfrieds, Schloß Leesdorf (1114, urspr. Wasserburg). Gymn., RS, RG f. M. u. FOS, HS, Frauen-BerS, Meisterschule des Malerhandwerks, BerS (für Müller, Zuckerbäcker, Zahntechniker, Dachdecker, Landw.), Spital. Mit Wien ist B. auch durch eine elektr. Lokalbahn (,Badner Bahn') verbunden.

Literatur#

  • Führer durch die Kurstadt B., 1957.


--> Baden, 1995



Anmerkung: Dies ist ein Testeintrag!

-- Ziegler Katharina, Montag, 14. Januar 2013, 11:14