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Badener Kultur#

In der westlich von Baden gelegenen Königshöhle wurden 1892 zahlreiche Keramikbruchstücke, Stein- und Knochengeräte sowie ein Ösenhalsreif aus Kupfer freigelegt. Diese Funde wurden für die spätjungsteinzeitliche Badener Kultur zwischen 3300 und 2800 v. Chr. im Osten Österreichs namengebend. Charakteristisch ist die Verzierung der Gefäßoberflächen mit Reihen unterschiedlich breiter Rillen (Kannelur) in verschiedenen Mustern. Metall hatte für die Erzeugung von Werkzeugen noch keine Bedeutung, aus Kupfer wurde Schmuck hergestellt. Die Siedlungen waren meist unbefestigt, bevorzugt wurden Hänge und Höhenlagen unter anderem im südlichen Wienerwald. Einflüsse aus dem südosteuropäischen Raum sind nachweisbar (Urgeschichte).