unbekannter Gast

Bank für Arbeit und Wirtschaft AG#

seit 2005 BAWAG P.S.K.


BAWAG, Hauptaktionäre Österreichischer Gewerkschaftsbund und Bayerische Landesbank (die nach der Insolvenz des Konsum Österreich 1995 dessen Aktienpaket übernahm), zählt (1998) mit einer Bilanzsumme von über 267 Milliarden Schilling, 2500 Beschäftigten und 154 Geschäftsstellen zu den größten Universalbanken Österreichs.

1922 von Karl Renner als "Arbeiterbank" gegründet, war es anfangs Aufgabe dieser Bank, die finanziellen Mittel der Gewerkschaften und der Konsumgenossenschaften zusammenzufassen und zu verwalten. Nach einer gesunden Aufwärtsentwicklung auch während der Weltwirtschaftskrise wurde sie schließlich 1934 aus politischen Gründen liquidiert.

1947 zum 2. Mal gegründet, begann die Arbeiterbank neben ihrer ursprünglichen Aufgabe allmählich mit der Erschließung neuer Geschäftsbereiche.

Mit der Namensänderung in "Bank für Arbeit und Wirtschaft" 1963 sollte die Neuorientierung der Geschäftspolitik auch nach außen hin dokumentiert werden. Traditioneller Schwerpunkt der Geschäftspolitik war weiterhin die umfassende finanzielle Betreuung der Arbeitnehmer, für die besondere Produkte geschaffen wurden, wie etwa der Barzustellungskredit (BZK), der über den Betriebsrat abgewickelt wird. Auf dem Sparsektor wurde das so genannte "Kapitalsparbuch" zu einem besonderen Erfolg.

Die Entwicklung der BAWAG war bis 1979 durch das alte Kreditwesengesetz eingeschränkt, das die Eröffnung jeder einzelnen Außenstelle an eine eigene Konzession band. So besaß die BAWAG 1977 nur 26 Außenstellen in ganz Österreich. Seit 1979 wurden mehr als 120 neue Geschäftsstellen eröffnet und neben dem Privatkundengeschäft auch der Kommerzbereich und das internationale Geschäft deutlich forciert. Die starke Primärmittelbasis ermöglichte der BAWAG eine bedeutende Ausweitung des Kreditgeschäfts mit der Wirtschaft. Innovative Produkte und Dienstleistungen werden auch auf dem Wertpapiersektor und im Bereich Electronic Banking angeboten. Durch die Partnerschaft mit der Bayerischen Landesbank wurde das internationale Geschäft vor allem in den Nachbarländern in Mittel- und Osteuropa sowie in Hongkong intensiviert.

2000: Kauf der P.S.K. - Ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte der BAWAG Durch den Erwerb der P.S.K. hat die BAWAG die Grundlagen für die erfolgreiche wirtschaftliche Expansion beider Banken geschaffen. Die beiden Häuser ergänzen sich in nahezu allen Bereichen hervorragend. Durch die weitgehende organisatorische Zusammenführung der beiden Institute ist die drittgrößte Bankengruppe Österreichs mit einer Bilanzsumme von fast 45 Mrd. Euro, 5000 Mitarbeitern, rund 2000 Outlets und über einer Million Privatkunden entstanden. Die BAWAG/P.S.K.Gruppe verfügt nun über den größten zentral gesteuerten Vertrieb Österreichs. Das hervorragende Aa3-Rating (Stand Dezember 2003 - Rating A1) der BAWAG wurde von Moody`s nach dem Kauf bestätigt.

2001: BAWAG / P.S.K.Gruppe kauft die Klavierfabrik Bösendorfer vom amerikanischen Eigentümer - Kimball International, Inc. - zurück. Damit ist nach 35 Jahren die Klavierfabrik Bösendorfer wieder in österreichischem Eigentum.

2002: Die BAWAG / P.S.K.Gruppe kauft die slowakische Bank "Istrobanka" und schafft sich damit ein Standbein in den künftigen EU-Beitrittsländern. 2003: Die Interbanka, gegr. 1991, mit Sitz in Prag, ist neben der Firmenkundenpolitik und der Immobilienfinanzierung auf Export- und Handelsfinanzierungen spezialisiert. Die Bilanzsumme beträgt rund 400 Millionen Euro. Die BAWAG hat ihre Beteiligung an der Interbanka im Oktober 2003 auf 100 % aufgestockt. Durch die Eröffnung zusätzlicher Geschäftsstellen soll das Retailgeschäft nach dem Vorbild der slowakischen 100 %-Tochter Istrobanka forciert werden. Die BAWAG P.S.K. Gruppe nützt die Chance, im erweiterten europäischen Wirtschaftsraum vor allem im Retailbereich zu expandieren.

2004: Der Haupteigentümer der BAWAG - Der Österreichische Gewerkschaftsbund - erwirbt die restlichen rd. 46% der Bayerischen Landesbank zurück. Die BAWAG ist somit zu 100% in österreichischen Besitz. Ein Vertrauensbeweis in der langjährigen Verbundenheit des ÖGB`s und der BAWAG seit Gründung im Jahre 1922. Die langjährige und erfolgreiche Kooperation zwischen der BAWAG und der BLB (Bayerischen Landesbank) wird mittels eines weitreichenden Kooperationsvertrages festgeschrieben.

Die BAWAG erwirbt 100% der Aktien der Dresdner Bank CZ, die seit September 2004, unter dem Namen BAWAG International Bank CZ a.s. geführt wird. Die BAWAG Bank CZ a.s. (ehemals Interbanka) und BAWAG International Bank CZ a.s. sollen das weitere Wachstum in der tschechischen Republik - vor allem im Retailgeschäft - durch Ausbau eines Filialnetzes forcieren.

Die LBA Landesbausparkasse verschmilzt mit der Bausparkasse Wüstenrot. Die Bausparkasse Wüstenrot AG ist nun mehr exklusiver Bausparpartner der BAWAG P.S.K. Gruppe.

2005: BAWAG und P.S.K. fusionieren per 01.01.2005. Die fusionierte Bank wird unter dem Firmennamen "BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft" (kurz: BAWAG P.S.K.) geführt. Ein an den amerikanischen Terminhändler Refco vergebener Großkredit, der sich als uneinbringlich herausstellt, führt zu einem Wechsel an der Spitze des Vorstandes. Univ. Prof. Dr. Ewald Nowotny wird per 1.1.2006 neuer Generaldirektor der BAWAG P.S.K.

2006: Nach dem Zusammenbruch von Refco bringt eine Sammelklage aus den USA die BAWAG P.S.K. in schwere Turbulenzen. Eine Garantie der Republik Österreich stabilisiert die Bank wieder und ermöglicht eine Fortführung der Geschäfte im bisherigen Umfang. Die zuständigen Gremien des BAWAG P.S.K. Eigentümers ÖGB beschließen, die gesamten Anteile an der BAWAG P.S.K. an ein Konsortium um die US-Investmentgesellschaft Cerberus unter Einbindung von österreichischen Partnern wie Generali, Wüstenrot, Post sowie einer privaten Industriellengruppe um Dr. Hannes Androsch zu verkaufen. Damit beginnt eine neue Ära in der Geschichte der BAWAG P.S.K. Gemeinsam mit Accenture wird eines der größten Banken IT-Projekte Europas erfolgreich abgeschlossen. In über 1.500 Filialen von BAWAG P.S.K. und Post werden die Kunden auf einer gemeinsamen IT-Plattform serviciert.

2007: Auch 2007 war für die BAWAG P.S.K. ein bewegtes Jahr. Am 15. Mai 2007 wurde die Bank von einem Konsortium unter der Führung von Cerberus Capital Management L.P. übernommen. Der erfolgreiche Verkauf beendete ein schwieriges Kapitel in der Geschichte der Bank. Der Eigenkapitalzuschuss der neuen Eigentümer ersetzte die Haftung der Republik Österreich für die BAWAG P.S.K., wodurch kein einziger Euro öffentlicher Gelder aufgewendet werden musste.

Nach dem Eigentümerwechsel wurde eine neue Strategie ausgearbeitet, mit deren Umsetzung umgehend begonnen wurde. Ziel dieser neuen Positionierung ist die deutliche Verbesserung der Ertragskraft der BAWAG P.S.K. So werden rund 250 Millionen Euro in die Neuausrichtung des österreichischen Retail-, Firmenkunden- und Großkunden-Geschäfts investiert. Zentraler Punkt ist dabei die Kombination aus hervorragendem Service und zielgerichteter Produktentwicklung zur Steigerung des Kundennutzens

Im Herbst 2007 erfolgte ein erfolgreicher Neustart mit Logoänderung und Relaunch der Marke BAWAG sowie ein Upgrading der Marke P.S.K. zu PSK BANK.

2008: Das Jahr beginnt mit einem Wechsel an der Spitze der Bank. David Roberts löst Univ.-Prof. Ewald Nowotny als neuer CEO der BAWAG P.S.K. ab. Dr. Nowotny wechselt in den Aufsichtsrat der Bank.

Das erste Halbjahr 2008 stand ganz im Zeichen der effizienten Umsetzung der neuen Strategie der BAWAG P.S.K. Das operative Ergebnis zeigt bereits erste positive Auswirkungen des Modernisierungsprogramms unseres Kernbankengeschäfts, dem Privatkunden- und dem Kommerzgeschäft. Auch die Verstärkung des Vorstandes dient diesem Zweck: Mit Regina Prehofer (Chief Executive für das Österreichgeschäft) und Byron Haynes (Chief Financial Officer) ist man nun noch besser für die kommenden Herausforderungen gerüstet.

Die ersten positiven Auswirkungen sind ermutigend: Das Kundenvertrauen ist gestiegen, das Kundengeschäft gewinnt an Dynamik, die Imagewerte der Bank liegen deutlich im Aufwärtstrend und neben 50.000 neuen Girokonten konnten wir uns auch über die Erhöhung der Spareinlagen im ersten Halbjahr um EUR 237 Mio. freuen.


Quelle: www.bawag.com


Videos zum Thema#




Logo ORF


Bild 'bawag'


ZIB - BAWAG-Prozess (5.7.2008)


(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)



Logo ORF


Bild 'bawag2'


ZIB - BAWAG Urteile und Reaktionen (5.7.2008)


(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)