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Bauernbund, Österreichischer, BB#

Die Anfänge des Österreichischen Bauernbundes stellen die seit 1899 in einzelnen Ländern entstandenen politischen Bauernvereinigungen dar: 1899 wurde der Katholisch-konservatorische Verein in der Steiermark gegründet, der sich ab 1934 "Bauernbund" nannte, ähnliche Vereinigungen bildeten sich 1904 in Tirol, 1906 in Niederösterreich und Salzburg, 1919 in Oberösterreich und Vorarlberg, 1921 in Burgenland, sowie 1936 in Wien.

1919 entstand aus ihnen der "Österreichische Reichsbauernbund", der bis 1938 bestand. 1945 wurde der Österreichische Bauernbund, zusammengesetzt aus 9 Landesorganisationen, im Rahmen der Österreichischen Volkspartei neu gebildet.

Der Österreichische Bauernbund stellt neben dem Österreichischen Wirtschaftsbund und dem Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbund die bedeutendste Teilorganisation der ÖVP dar.

Seine organisatorische Stärke (1920 - ca. 220.000 Mitglieder, 1948 - ca. 405.000 Mitglieder, heute - bundesweit mehr als 300.000 Mitglieder) und die Dominanz der Landwirtschaftskammern sichern dem Österreichischen Bauernbund einen überproportionalen Einfluss auf die Politik der ÖVP. Trotz stetigen Rückgangs des Anteils der Bauern in Bevölkerung und Wählerschaft ist der Österreichische Bauernbund kraft Bündeproporz in den ÖVP-Führungsgremien stark vertreten.

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