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Benediktiner #

(OSB = Ordo Sancti Benedicti)


Im 6. Jahrhundert vom heiligen Benedikt von Nursia gegründeter katholischer Orden. Die ersten Niederlassungen in Österreich zwischen 7. und 10. Jahrhundert leisteten einen Großteil der Rodung, Kultivierung und Christianisierung des Landes. Die Arbeit wurde durch die Ungarneinfälle (10. Jahrhundert) wieder zerstört. In der darauf folgenden Blütezeit des Benediktinerordens (1060-1230) entstanden die meisten österreichischen Benediktinerstifte; von den 22 benediktinischen Männerklöstern des 12. Jahrhunderts existieren noch 13. Die Melker Reform im 15. Jahrhundert brachte neuen benediktinischen Geist in die Abteien. Die Glanzzeit der Benediktiner in Österreich aber wurde das Barock im 17. und 18. Jahrhundert. Die bekanntesten Künstler arbeiteten für die neuerrichteten "Kloster-Schlösser", die zu Zentren des Barocktheaters, des Ordensdramas, der Künste und Wissenschaften wurden. Berühmtheit erlangte die benediktinische Universität in Salzburg (1623-1810). Heute gehören neben der Seelsorge Erziehung und Wissenschaft zu den wichtigsten Aufgaben. Die meisten Benediktinerstifte besitzen Gymnasien und Erziehungseinrichtungen. 1930 wurde die österreichische Kongregation gegründet, die aber die Selbständigkeit der einzelnen Stifte unangetastet lässt.


Folgende in Österreich bestehende benediktinische Niederlassungen sind nach ihrem Gründungsjahr zu nennen:

Von den ehemals 14 Klöstern der Benediktinerinnen existiert nur noch Nonnberg in Salzburg. 1918 entstand in Bertholdstein (Steiermark) eine neue Benediktinerinnenabtei (St. Gabriel).

Literatur#

  • M. Heimbucher, Die Orden und Kongregationen der katholischen Kirche, Band 1, 1933
  • Benediktinisches Mönchtum in Österreich, 1949