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Bernhard II. von Spanheim#

Herzog von Kärnten


* zwischen 1176 und 1181

† 4. 1. 1256, vermutlich Völkermärkt


Er übernahm nach dem Tod seines Bruders Ulrich II. im Jahr 1202 die Regierung und behielt die staufer-freundliche Haltung seines Geschlechts bei. Systematisch baute er seine Stellung als Landesfürst aus und schuf die Grundlage für den Aufstieg des Herzogtums Kärnten unter seinen Nachfolgern.

1248 beerbte er zum Teil die Andechser, die Herzöge von Meranien waren. In langwierigen Auseinandersetzungen mit den Grafen von Görz und Tirol und den Bischöfen von Bamberg (in Kärnten reich begütert, besaßen sie auch Villach) wusste er sich zu behaupten und erwarb im Laufe seiner Regierung die wichtigsten Alpenübergänge im Süden. 1205 errichtete er in St. Veit an der Glan eine Münzstätte, gründete 1234 das Kloster Mariabrunn bei Landstraß und verlegte 1250 den Markt Klagenfurt an die heutige Stelle.

Literatur#

  • Das große Buch der Österreicher – 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild (1987), ed. W. Kleindel & H. Veigl, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien, 615 S.