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Brände#

Fast jeder österreichische Ort weist in seiner Geschichte einen vernichtenden Großbrand auf; nahezu gänzlich zerstört wurden Lienz 1444, Gmunden 1450, St. Pölten 1474, Judenburg 1504, Linz 1542 und 1800, Grein 1642 und Vöcklabruck 1793. 1809 ereigneten sich Stadtbrände in Schwaz und Schärding, 1812 in Baden, 1822 in Imst, 1829 in Leibnitz, 1834 in Wiener Neustadt, 1842 in Knittelfeld und 1873 in Waidhofen an der Thaya. Erst im 20. Jahrhundert wurden Brände durch erhöhte Vorsorge bei Bauten seltener. Die schwersten Brandkatastrophen der letzten Jahre ereigneten sich in Österreich bei einem Unfall im Tauerntunnel am 25.5.1999 (12 Tote) und beim Brand einer Gondel der Standseilbahn auf das Kiztsteinhorn am 11.11.2000 (115 Tote).

Die größten Brände in Wien seit 1880 waren: 8. 12. 1881 Ringtheater (386 Tote); 15. 7. 1927 Justizpalast durch Brandlegung während einer Kundgebung; 17. 9. 1937 Rotunde (Weltausstellungsgebäude im Prater); 31. 3. 1950 Goldkabinett im Belvedere; 14. 4. 1956 Börse; 8. 2. 1961 Festsaal der Akademie der Wissenschaften; 7. 1. 1963 zwei Stockwerke des Parkhotels Hietzing; 29. 9. 1977 Hotel am Parkring; 8. 2. 1979 Kaufhaus Gerngross; 28. 9. 1979 Nationalbank; 28. 9. 1979 Hotel am Augarten (25 Tote, der größte Hotelbrand in Österreich); 12. 9. 1987 Steyr-Haus am Kärntner Ring; 15. 5. 1987 Fernheizwerk Spittelau; 13. 4. 1990 Hauptgebäude der Zentralsparkasse; 27. 11. 1992 Hofburg (Zerstörung der Redoutensäle); 16.8. 2001 Sofiensäle.


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