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Brandstätter, Christian#

* 21. 9. 1943 Lambach (Oberösterreich)


Dr. Christian Brandstätter

Verleger, Herausgeber, Autor

Christian Brandstätter
Christian Brandstätter
Foto: Robert Herbst/Christian Brandstätter Verlag. Aus: Wikicommons unter CC

Er studierte von 1961 bis 1965 Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Nach seinem Studium arbeitete er ab 1968 als Privatsekretär und leitender Mitarbeiter im Verlag Fritz Moldens. 1974 gründete er eine eigene Bildbandabteilung, die Molden Edition Grafische Kunst. Im Mai 1982 musste der Molden Verlag überraschend Insolvenz anmelden. Daraufhin gründete Brandstätter den Christian Brandstätter Verlag. Dafür übernahm er das Herbstprogramm der Molden Edition in seinen wesentlichen Teilen für seinen Verlag.

Das Themenspektrum reicht von historischer und zeitgenössischer Kunst, Kultur und Fotografie, Lifestyle, Kochen, Geschichte bis hin zu Sachbüchern zu verschiedenen Themen. In den letzten 25 Jahren wurden über 900 Bücher von renommierten Autoren und Fotografen verlegt.

Im Laufe der 1980er Jahre konnte sich Christian Brandstätter als Verleger, Gestalter und Autor immer weiter am Markt etablieren und zählt heute zu den führenden Bildband- und Kunstbuchverlagen im deutschsprachigen Raum.

Nach einem gescheiterten Großprojekt 1991 wurde der Verlag durch den ÖBV-Konzern (Wien) und später durch die Klett-Gruppe (Stuttgart) übernommen. Seit Anfang 2005 ist der Verlag jedoch wieder ein eigentümergeführtes Unternehmen. Der Verlag steht zu jeweils 50% im Besitz des Gründers und Namensgebers Christian Brandstätter und von Grasl Druck & Neue Medien, einem seit 100 Jahren bestehenden Familienunternehmen. Diese neue und starke Partnerschaft sichert den Weiterbestand und auch die Qualität von Programm und Produktion.

Am Institut für Publizistik der Universität Wien war Brandstätter von 1993 bis 2003 als Lehrender tätig.

Mit seinem Sohn Nikolaus Brandstätter gründete er 2002 das Unternehmen IMAGNO brandstätter images. Es ist eine Agentur für historische Bilder und beherbergt neben der Privatsammlung Brandstätters rund 1,5 Millionen Bilder aus österreichischen Bildarchiven. Hier werden die Bilder verwaltet und vermarktet.

2007 gründete Christian Brandstätter mit dem Münchner Verleger Johannes Thiele den Thiele Verlag, an dem Brandstätters Unternehmen zu 51% beteiligt ist.

2011 zog sich Brandstätter aus den geschäftlichen Belangen des Stammverlags zurück, der heute zu den führenden Bildband- und Kunstbuchverlagen Österreichs zählt.

Als früher Unterstützer des Austria-Forums (über Web-Books wie etwa web-books/altosterreichau00de1900tub oder web-books/wienarchitektur00de2000iicm u.v.m. und historische Bilder aus http://www.imagno.com) wurde er Anfang 2013 auch Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats.

Auszeichnungen#

Zahlreiche Bücher des Verlages wurden mit renommierten nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Auszeichnungen reichen von Staatspreisen über Kodak Fotobuchpreis und Sappi Printer of the Year bis zum World Cookbook Award.

Werke (Auswahl)#

  • Oberösterreich, Wien: Molden Ed. Graphische Kunst,1975 .
  • Bayern, Wien: Molden Ed. Graphische Kunst, 1977.
  • Made in Germany : die Gründerzeit deutscher Technik und Industrie in alten Photographien 1840-1914, Wien: Molden, 1977. (mit Franz Hubmann)
  • Werner J. Schweiger: Wiener Werkstätte: Kunst und Handwerk 1903 - 1932, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 1983.
  • Stadtchronik Wien: 2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 1986.
  • Gustav Klimt und die Frauen, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 1994.
  • Damals in Wien: Menschen um die Jahrhundertwende, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 1995. (mit Franz Hubmann).
  • Design der Wiener Werkstätte: 1903 - 1932, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 2003.

Herausgeber:

  • Johann Christoph Allmayer-Beck: Marksteine der Moderne: Österreichs Beitrag zur Kultur- und Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts, Wien: Molden, 1980. (Hrsg. mit Rupert Feuchtmüller)
  • André Heller: Die Ernte der Schlaflosigkeit in Wien, München: Goldmann, 1980.
  • Gerhart Langthaler: Das andere Österreich: die reale Perspektive, Wien: Molden, 1981.
  • Franz Grieshofer: Häuser, Trachten, Bräuche: Bildzeugnisse österreichischer Kultur, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 1984.
  • 365 x Österreich: das Lebens-Tagebuch für ÖsterreicherInnen, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 2003. (Hrsg. mit Lois Lammerhuber)
  • Hans Bisanz [u.a.]: Wien 1900: Kunst und Kultur ; Fokus der europäischen Moderne, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 2005.
  • Wien - Die Welt von gestern in Farbe, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 2008.
  • Mythos Alpen - Die Welt von gestern in Farbe, Wien: Christian Brandstätter Verlag, 2010. (Hrsg. mit Christian H. Stifter)

--> www.cbv.at

Quellen#



Redaktion: K. Ziegler