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Bundesimmobiliengesellschaft#

Die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG) ist eines der größten Unternehmen im Bereich Gebäudeverwaltung und -neubau in Österreich. Sie befindet sich zu 100% im Eigentum der Republik Österreich und verwaltet für diese große Teile der bundesbehördlichen Infrastruktur. Ihre Tätigkeit wird im BIG-Gesetz vom 17. Juli 1992 und dessen Nachfolge-Gesetz, dem Bundesimmobiliengesetz vom 29. Dezember 2000 geregelt. Die Eigentümerfunktion an der BIG wird vom Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend wahrgenommen.

Mit der Verabschiedung des BIG-Gesetzes am 17. Juli 1992 wurde die Grundlage für die Gründung der Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. geschaffen um Kosten einzusparen. Auch sollten die verwalteten Gebäude marktorientiert und wirtschaftlich organisiert werden. Zunächst gingen vor allem Universitäts- und Bundesschulgebäude sowie Bundesmietwohnungen in den Besitz der BIG über. Erst mit der Schaffung des neuen Bundesimmobiliengesetzes im Dezember 2000 wurde der BIG auch der Auftrag zur Neuerrichtung von Bundesgebäuden und der Verwertung nicht mehr benötigter Liegenschaften erteilt.

In weiterer Folge wurde im Juni 2006 die bis dahin als Tochtergesellschaft geführte Immobilienmanagementgesellschaft des Bundes m.b.H., in welche die ehemaligen Mitarbeiter der Bundesgebäudeverwaltung übernommen worden waren, in das Unternehmen eingegliedert.

Seit ihrer Gründung hat die BIG bis 2010 nach eigenen Angaben mehr als 500 Neubauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro netto fertig gestellt. Derzeit werden weitere 60 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 625 Millionen Euro realisiert.


In Rechtsangelegenheiten wird die Bundesimmobiliengesellschaft durch die Finanzprokuratur vertreten.

Literatur#

  • P. Czanik, Das Bundesimmobilienvermögen: Erwerb, Bewertung und Veräußerung, 1994