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Burt, Francis#

* 28. 4. 1926, London (Großbritannien)

† 3. 10. 2012, Hartberg (Steiermark)

Komponist


Ab 1948 Kompositionsstudium an der Royal Academy of Music in London und dann 1951 bis 1954 bei Boris Blacher an der Musikhochschule Berlin. Lebt seit 1956 in Wien; 1973-92 Professor für Komposition an der Wiener Musikhochschule, 1989-91 Leiter des Instituts für Elektroakustik, 1987 Organisator der 1. "Langen Nacht der neuen Klänge" im Wiener Konzerthaus. Zunächst eher an den gestisch-tänzerischen Elementen der Musik interessiert, später stärkere Zuwendung zu polyphon konzipierten Klangflächenelementen.

Am 3. Oktober im Alter von 86 Jahren verstarb Burt im Landeskrankenhaus im steirischen Hartberg.

"Ich schreibe jetzt in einem Stil, der in irgendeiner Weise von elektronischer Musik beeinflußt ist: schwebend, mit nur wenig spürbarem Puls, jedoch mit Klangbändern, -flächen und einer zunehmenden Überlagerung von Linien zu einem polylinearen Gefüge", hatte Burt auf seiner Homepage seine Arbeit charakterisiert. "Dennoch bleibt die Geste Ausgangspunkt für all meine Arbeit. In irgendeiner Bedeutung des Wortes war meine Musik immer tonal."


--> www.francis-burt.at

Werke (Auswahl)#

  • Streichquartett, 1953
  • The Skull, 1956 (Kantate)
  • Volpone oder Der Fuchs, 1960 (Oper)
  • Der Golem, 1965 (Ballett)
  • Barnstable oder Jemand auf dem Dachboden, 1969 (Oper)
  • Unter der blanken Hacke des Monds, 1976 (Bariton, Orchester)
  • Und GOtt der HErr sprach, 1984 (Stimmen, Orchester)
  • Für AlFrED SCHlEE, 1991 (Streichquartett)
  • Blind Visions, 1995 (Oboe, kleines Orchester)

Auszeichnungen#

  • Würdigungspreis für Musik, 1978
  • Preis der Stadt Wien für Musik, 1981
  • Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 1992

Quelle#

  • APA-Meldung