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Byzantinische Einflüsse #

Gehen in Österreich auf die Zeit der Kreuzzüge zurück (Fresken in der Johannes-Kapelle Pürgg), nachdem schon früher vereinzelt Kontakte zu Byzanz bestanden hatten. Besonders gefördert wurden sie durch die familiären Beziehungen der Babenberger: Heinrich II. (1141-77) heiratete während des 2. Kreuzzugs Theodora Komnena, eine Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel I. (1143-80), Herzog Leopold VI. (1198-1230) war mit Theodora aus der kaiserlichen Familie Angeloi vermählt, die Frau des letzten Babenbergers, Friedrichs II. (1230-1246), war Sophie Laskaris aus dem Kaisergeschlecht von Nikäa.

Die Verbindungen wirkten sich nicht nur am Herzogshof aus; griechische Literatur und Kunstauffassung in der Malerei, der Buchkunst und im Kunstgewerbe fanden Eingang in Österreich, die Kenntnisse auf dem Gebiet der Naturwissenschaften wurden vertieft. Als Konstantinopel Mitte des 15. Jahrhunderts von den Osmanen erobert wurde, kamen bedeutende Persönlichkeiten nach Europa. Mit dem Humanismus wurde deren Wissen auch in Österreich verbreitet.