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Chorwesen#

Abgesehen von der Kirchenmusik, in der der Choralgesang zu den grundlegenden Traditionen gehört, und den (bis in das 19. Jahrhundert allerdings sehr klein besetzten) Opernchören entwickelte sich ein eigenständiges Chorwesen erst im Zusammenhang mit der Institutionalisierung des bürgerlichen Musiklebens - zu den neugegründeten Musikvereinen gehörte neben einer Musikschule meist auch eine Chorvereinigung (eine der bekanntesten ist der "Singverein" der Gesellschaft der Musikfreunde).

Neben diesen bürgerlichen Chorvereinigungen entstanden vor allem in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die oftmals national ausgerichteten Sängerbünde).

Heute gibt es in Österreich zahlreiche Chöre unterschiedlichster Größen und musikalischer Zielsetzungen; die bekanntesten Amateurvereinigungen sind: Singverein, Singakademie, A. Schoenberg Chor, Concentus vocalis. Der bekannteste österreichische Berufschor ist die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, Weltruf genießen die Wiener Sängerknaben.