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Chrobak, Rudolf#

* 8. 7. 1843, Troppau (Opava, Tschechische Republik)

† 1. 10. 1910, Wien

Gynäkologe


Rudolf Chrobak. Foto, um 1900., © Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU
Rudolf Chrobak. Foto, um 1900.
© Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU

Er studierte Medizin bei Ernst Wilhelm von Brücke und Johann von Oppolzer und wurde 1866 zum Allgemeinmediziner promoviert.

Anschließend spezialisierte er sich auf die Frauenheilkunde, wurde 1871 Dozent für Gynäkologie und Geburtshilfe in Wien und 1885 bis 1889 in Prag


1889 wurde er Universitätsprofessor und trat die Nachfolge von August Breisky als Vorstand der II. Frauenklinik in Wien an und blieb bis 1908 in dieser Funktion.


Er widmete sich hauptsächlich der operativen Chirurgie und insbesondere der Myom-Operation, die er entscheidend revolutionierte.

Gemeinsam mit Friedrich Schauta entwarf er den Neubau der Frauenklinik, für dessen wissenschaftlichen Einrichtungen er teilweise selbst aufkam.


Im Arkadenhof der Universität Wien steht sein Denkmal, im Krankenhaus Lainz ist ein Porträtmedaillon zu sehen, in der Frauenklinik des AKH ist eine Gedenktafel|angebracht und im 15. Wiener Bezirk sind ihm eine Gasse und eine Wohnhausanlage gewidmet.



Denkmal Chrobak, Uni Arkaden
Rudolf Chrobak. Denkmal Universität Wien, Arkadenhof
© Rainer Lenius

Gedenktafel Chrobak
Rudolf Chrobak. Gedenktafel, Frauenklinik des AKH
© Rainer Lenius

Porträtmedaillon Chrobak
Rudolf Chrobak. Porträtmedaillon, Krankenhaus Lainz
© Rainer Lenius

Er ist auf dem Friedhof Döbling (Gr.18/Gruft 10) bestattet.