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Cilli, Grafengeschlecht#

In der damaligen Südsteiermark (heute Slowenien). Die Freien von Soune (Souneck) beerbten die Grafen von Heunburg und Ortenburg und wurden 1341 von Kaiser Ludwig IV. als Grafen von Cilli anerkannt; durch Heiraten mit hochrangigen Familien (unter anderem Luxemburger) stiegen sie weiter auf. Die Grafen wurden 1436 durch Kaiser Sigismund endgültig zu Reichsgrafen erhoben und besaßen viele Herrschaften, Gülten und Rechte in den habsburgischen Erbländern (Steiermark, Kärnten, Krain, Österreich) und in den Ländern der Stephanskrone (Kroatien, Slawonien). Während Friedrich III. die Entstehung eines eigenen Territoriums der Grafen von Cilli verhindern wollte, genoss Graf Ulrich II. am ungarischen Hof sehr hohen Einfluss, besonders während der Minderjährigkeit des Ladislaus Postumus. Am 9. 11. 1456 wurde Graf Ulrich von Cilli in Belgrad durch Ladislaus Hunyádi, den Sohn des ungarischen Reichsverwesers und Bruder von Matthias Corvinus, ermordet. Seine ungarischen Besitzungen fielen an die Stephanskrone, die in den habsburgischen Ländern bis 1460 (Friede von Pusarnitz) an Friedrich III.

Literatur#

  • H. Pirchegger, Die Grafen von Cilli, 1955