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Creditanstalt-Bankverein AG, CA#

1855 als K. k. priv. Österreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe unter Führung des Hauses Rothschild gegründet, wurde sie zur größten Bank der österreichisch-ungarischen Monarchie. 1926 erfolgte die Übernahme der Anglo-österreichischen Bank, 1929 der Allgemeinen Österreichischen Bodencreditanstalt. Diese Transaktionen und die einsetzende Weltwirtschaftskrise überforderten die Kräfte der CA. 1931 wurde sie mit Hilfe der Republik, der Oesterreichischen Nationalbank und des Hauses Rothschild saniert und 1934 mit dem Wiener Bankverein fusioniert. Die Bank erhielt den Namen "Österreichische Creditanstalt-Wiener Bankverein". 1938 ging die Aktienmehrheit zunächst an eine Holdinggesellschaft des Deutschen Reichs, dann an die Deutsche Bank; zahlreiche Industriebeteiligungen mussten abgegeben werden, 1939 erfolgte die Umbenennung in Creditanstalt-Bankverein.

1946 gingen aufgrund des 1. Verstaatlichungsgesetzes (Verstaatlichung) die Anteilsrechte an der CA in das Eigentum der Republik Österreich über, 1956-57 wurden 40 % des Kapitals durch Ausgabe von Stamm- und stimmrechtslosen Vorzugsaktien an private Investoren veräußert. Ab 1964 erfolgte eine verstärkte Hinwendung zum Privatkundengeschäft (Privat-Klein-Kredit). Mitte der 70er Jahre rangierte die CA erstmals unter den 100 größten Banken der Welt; 1980 eröffnete die CA ihr Technisches Zentrum in Wien. In den 80er Jahren folgte auch die Eröffnung der Filialen in London, New York und Hongkong. 1987 sank der Staatsanteil auf 51 %.

Ab Anfang der 90er Jahre erfolgte als ein besonderer Schwerpunkt der Auslandsaktivitäten der Aufbau der Präsenz in den Reformstaaten Mittel- und Osteuropas. Die CA verfügte 1996 neben 81 Auslandsfilialen über 255 Zweigstellen in Österreich sowie zahlreiche Repräsentanzen und Tochterbanken. Die Bilanzsumme 1996 betrug 687,6 Milliarden Schilling, beschäftigt wurden 9845 Mitarbeiter.

Der Industriekonzern der CA, der nach 1945 zu den größten in Österreich gezählt hatte, wurde ab den 70er Jahren stark umgestaltet und redimensioniert. Die CA hielt (1996) Beteiligungen im Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbereich, wie etwa Semperit AG Holding, Steyr-Daimler-Puch AG, Universale Baugesellschaft AG, Wienerberger Baustoffindustrie AG, Donau Chemie AG und andere.

1991 wurde die gesetzliche Ermächtigung an den Finanzminister zum Verkauf der Anteile der Republik Österreich erteilt; 1997 übernahm die Bank Austria AG diese Anteile, erwarb bis 1998 weitere Aktien und wandelte alle restlichen in Bank-Austria-Aktien um. 1998 erfolgte die Umstrukturierung zur Bank-Austria-Gruppe mit Creditanstalt AG und Bank Austria Creditanstalt International AG als 100%ige Töchter der Bank Austria AG. Die Konzernunternehmungen der früheren CA blieben bei der Creditanstalt AG.

2002 endgültige Fusion zwischen Bank Austria und Creditanstalt-Bankverein zur Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), die ab 2001 Teilkonzern der deutschen Bayerischen Hypo- und Vereinsbank (HVB) war.

2005 Übernahme der HVB, und somit auch die BA-CA durch die Bankengruppe Unicredit.

2008 wurde der Name Creditanstalt aus dem Schriftzug der Bank Austria entfernt.