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Das jüdische Czernowitz#

Der alte Tempel
Der alte Tempel
Aus dem Tempel wurde ein Kino
Aus dem Tempel wurde ein Kino
Der alte Tempel
Der alte Tempel

Synagoge: Im Zentrum, in der früheren Tempelgasse, wurde am 8. Mai 1872 der Grundstein zum jüdischen Haupttempel von Czernowitz gelegt. 1877 wurde der Bau in mauretanischem Stil fertig gestellt. Der Entwurf stammt vom Lemberger Architekten Julian Zacharewycz. Dieser Tempel sollte vom Wohlstand der jüdischen Bürger der Stadt zeugen, wurde aber 1941 durch SS-Soldaten sowie anderer Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Das Gebäude brannte aus und die prächtige Kuppel stürzte ein. Seit 1954 wurde der Tempel als Kino genutzt, das heute den Namen „Tscherniwzi“ trägt.
Der weltbekannte Tenor Josef Schmidt, der in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Berlin berühmt wurde, begann seine Karriere als Kantor in diesem Tempel. Eine Gedenktafel im Foyer des heutigen Kinos erinnert an ihn.

Gedenktafel für Joseph Schmidt
Gedenktafel für Joseph Schmidt

Jüdisches Haus, rechts Bau aus der rumänischen Periode
Jüdisches Haus, rechts Bau aus der rumänischen Periode
Geländer mit abgesägtem Stern
Geländer mit abgesägtem Stern
Das jüdische Haus
Das jüdische Haus

Jüdisches Haus: Das ehemalige „Jüdische Nationalhaus“ entstand auf Initiative von Heinrich und Josephine Wagner und wurde 1908 nach dem Entwurf des Lemberger Architekten Lewandowski errichtet. Die Fassade wird von Statuen der Titanen geschmückt. Im Bogenbereich unterhalb des Adlers wurde der sich dort befindende Davidstern aus der Fassade entfernt. Die bekannten Davidsterne am Treppengeländer im Jüdischen Haus wurden in der sowjetischen Zeit durch das Abtrennen zweier Zacken zu einem Viereck abgewandelt. In den 90er Jahren wurden die fehlenden Zacken wieder angeschweißt, so dass die Davidsterne wieder erkennbar wurden. Zwei solcher Sterne sind heute mit den zwei abgeschnittenen Zacken Zeitzeugen dieser Entgleisung. In einer der Etagen hat die jüdische Gemeinde von Czernowitz ihren Sitz. Der Rest des Gebäudes wird heute als Stadtpalast der Kultur genutzt.

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