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Deutsch-dänischer Krieg#

16. 1.-30. 10. 1864, vom preußischen Ministerpräsidenten O. von Bismarck herbeigeführt, entbrannte um den Besitz der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, die bis dahin unter der Herrschaft des dänischen Königs standen. Der österreichische Kaiser Franz Joseph und sein Außenminister Johann B. Rechberg ließen sich durch Bismarcks geschicktes Vorgehen vom Deutschen Bund abtrennen und zu einer gemeinsamen Sonderaktion mit Preußen gegen Dänemark verleiten. Dänemark, das vergeblich auf englische Hilfe gehofft hatte, erlag bald der großen Übermacht von Preußen und Österreich.


Im Frieden von Wien musste Dänemark die 3 Länder an die beiden Großmächte abtreten, die sich in der Gasteiner Konvention (14. 8. 1865) über deren Teilung einigten. Als Preußen schon im Jahr darauf unter Bruch dieses Vertrags in das von Österreich besetzte Holstein einmarschierte, brach 1866 der preußisch-österreichische Krieg aus.

Nach seiner Niederlage musste Österreich der Annexion von Schleswig-Holstein durch Preußen zustimmen, während Preußen das - nie eingehaltene - vertragliche Versprechen gab, die dänische Bevölkerung von Nordschleswig durch eine Volksabstimmung über ihre Zugehörigkeit zu Preußen oder zu Dänemark entscheiden zu lassen.


--> Historische Bilder zu Deutsch-dänischer Krieg (IMAGNO)

Literatur#

  • A. Kaernbach, Der preußisch-österreichische Dualismus im Lichte von Bismarcks Bemühungen um eine Reform des Deutschen Bundes, Dissertation, Bonn 1988/89
  • M. Klaus, Tegetthoffs Marsch in die Nordsee, Oeversee, Düppler Schanzen, 1991