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Dopsch, Alfons#

* 14. 6. 1868, Lobositz (Lovosice, Tschechische Republik)

† 1. 9. 1953, Wien

Historiker


© Rainer Lenius
© Rainer Lenius

Dopsch studierte an der Universität Wien und am Institut für österreichische Geschichtsforschung, habilitierte sich 1893 für österreichische Geschichte und erhielt 1900 einen Lehrstuhl an der Universität Wien. 1922 gründete er das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeschichte und wurde dessen erster Leiter. Er beschäftigte sich anfangs mit mittelalterlicher Urkundenlehre und Verfassungsgeschichte und legte später seinen Schwerpunkt auf die Wirtschaftsgeschichte. Er revidierte die Lehrmeinung vom Übergang der Antike zum Mittelalter (Evolutions- statt Katastrophentheorie). Seine wichtigsten Veröffentlichungen sind "Österreichs geschichtliche Sendung” und "Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters”. 1953 erhielt er den Ehrenring der Stadt Wien.

Er wurde auf dem Sieveringer Friedhof (Gr. 17/Gruft1) bestattet.
Im Arkadenhof der Universität Wien ist sein Porträtrelief von Arnold Hartig zu sehen, und im 22. Bezirk wurde eine Straße nach ihm benannt.

Werke (Auswahl)#

  • Die Wirtschaftsentwicklung der Karolingerzeit vornehmlich in Deutschland, 2 Bände, 1912/13
  • Wirtschaftliche und soziale Grundlagen der europäischen Kulturentwicklung aus der Zeit von Cäsar bis auf Karl den Grossen, 2 Bände, 1918/20

Literatur#

  • Neue Österreichische Biographie
  • F. Czeike: Historisches Lexikon Wien
  • 625 Jahre Universität Wien