unbekannter Gast

Enns#

Ennstal
Ennstal: Heuhütten bei Irdning.
© Copyright Franz Hubmann, Wien, für AEIOU.

Südlicher Nebenfluss der Donau, Hauptfluss der nordwestlichen-Steiermark; Name von keltischem "Anisa", 254 km lang, ein typischer Wildwasserfluss der nördlichen Ostalpen mit dem fünftgrößten Einzugsgebiet Österreichs (6080 km²). An der Messstelle Ennsortskai beträgt die mittlere Durchflussmenge 201 m³/Sek. Die Enns entspringt in den Radstädter Tauern in Salzburg, fließt in einem von der Eiszeit geformten, teilweise versumpften Längstal an der Grenze zwischen den Nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen bis zur Paltenmündung, erreicht am Mandlingpass die Steiermark und durchbricht zwischen Admont und Hieflau in der zirka 15 km langen Schlucht des Gesäuses den Kalkalpenstock der Ennstaler Alpen.

Danach biegt die Enns nach Norden ab, fließt ab der Einmündung des Laußabachs auf oberösterreichischen Gebiet und bildet nördlich von Steyr die Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich, wo sie das Alpenvorland erreicht (daher die alten Namen "Österreich ob der Enns" und "Österreich unter der Enns") und bei Mauthausen in die Donau mündet. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Regulierung der rund 70 km langen Strecke zwischen Weißenbach bei Haus und dem Gesäuse begonnen, um durch die Trockenlegung der Talböden land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen zu erhalten. Bereits bis 1939 war der Flusslauf um 19 km verkürzt worden. Im unteren Ennstal errichtete die Ennskraftwerke AG (Ennskraft) 10 Laufkraftwerke (Schönau, Weyer, Großraming, Losenstein, Ternberg, Rosenau, Garsten-St. Ulrich, Staning, Mühlrading und St. Pantaleon).

Die Gesamterzeugung dieser 10 Kraftwerke mit Schwellbetrieb betrug 1998 1,8 Milliarden Kilowatt. Hauptorte des Ennstals: in Salzburg Radstadt; in der Steiermark Schladming, Gröbming, Liezen, Selzthal und Admont; in Oberösterreich Großraming, Ternberg, Garsten, Steyr und Enns. Durch das obere Ennstal verläuft eine wichtige Transitstraße von Deutschland nach Slowenien.