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Esterházy, Paul V. Fürst#

* 23. 3. 1901, Eisenstadt (Burgenland)

† 25. 5. 1989, Zürich (Schweiz)

Jurist, Staatswissenschaftler und Gutsbesitzer


Übernahm 1920 das Majorat der Magnatenfamilie Esterházy mit 128.000 ha Land in Ungarn und 66.000 ha in Österreich (Burgenland) sowie den Verwaltungssitzen Sopron und Eisenstadt; entschied sich 1921 für die ungarische Staatsbürgerschaft; stellte nach 1925 für den Aufbau der neuen burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt Gebäude und Grundstücke zur Verfügung. 1946-47 wurde der Besitz in Ungarn verstaatlicht, in Österreich 1946 unter die Verwaltung der USIA gestellt.

Esterházy wurde 1949 in Budapest im Mindszenty-Prozess zu 15 Jahren Haft verurteilt, wurde im Zuge des Volksaufstands im Herbst 1956 befreit, konnte nach Österreich flüchten und ließ sich dann in der Schweiz nieder. Er ermöglichte im Burgenland die Burgspiele Forchtenstein, das Internationale Bildhauersymposion St. Margarethen und den Nationalpark Neusiedler See und stellte 1959-61 für bäuerliche Besitzaufstockungen zirka 9000 ha Grund zur Verfügung.

Literatur#

  • G. Schlag, Burgenland. Geschichte, Kultur, Wirtschaft in Biographien, 1991
  • Die Fürsten Esterházy, Ausstellungskatalog, Eisenstadt 1995