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Feuerbestattung#

Verbrennung eines Toten in einem Krematorium., Foto: Henry Mühlpfordt. Aus: Wikicommons unter CC
Verbrennung eines Toten in einem Krematorium.
Foto: Henry Mühlpfordt. Aus: Wikicommons unter CC
Die Feuerbestattung wurde in Österreich 1922 eingeführt, nachdem bereits 1885 Initiativen vonseiten der Bewegung "Die Flamme" eingesetzt hatten. In Wien wurde 1923 gegenüber dem Zentralfriedhof auf den Gründen des Schlosses Neugebäude das Krematorium nach Plänen von Clemens Holzmeister (mit Fresken von Anton Kolig) errichtet. Weitere Krematorien wurden unter anderem 1927 in Steyr, 1929 in Linz, 1932 in Graz und Salzburg, 1953 in Villach und 1975 in Knittelfeld und St. Pölten errichtet.

Insbesonders religiöse Gründe verhinderten lange Zeit die allgemeine Anerkennung dieser Bestattungsart; erst als die römisch-katholische Kirche 1963 die Vorschriften des Kirchenrechts änderte und 1966 die Erzdiözese Wien die Feuerbestattung der Erdbestattung gleichstellte, nahm die Feuerbestattung langsam zu.

Krematorien bestehen in den Städten Graz, Hohenems, Innsbruck, Kramsach, Knittelfeld, Linz, Salzburg, St. Pölten, Steyr, Villach und Wien (Simmering, Stammersdorf).

2002 wurden in Österreich 17.059 von insgesamt 75.387 Verstorbenen (22,6%) eingeäschert. 1992 waren es noch 12.841 Feuerbestattungen (14 %).


Die Feuerbestattung war schon seit der Jungsteinzeit die übliche Bestattungsart, erst der Einfluss der Kirche ließ sie lange verschwinden...

-- Glaubauf Karl, Mittwoch, 11. Juli 2012, 19:25