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Flora #

Pflanzenwelt


Wird durch Klima, Bodentypen und Lage bestimmt. In Österreich überwiegt die mitteleuropäische (baltische) Flora, der Osten und Südosten des Landes gehören zum Bereich des pannonischen Klimagebiets, besonders ausgeprägt im Neusiedler Becken mit dem Seewinkel (Salzflora) und in den Sandsteppen des niederösterreichischen Marchfelds; der Süden weist Kennzeichen der submediterranen Flora auf, das Hochgebirge Formen der alpinen Flora (Alpenpflanzen). 11 % der Landesfläche sind vegetationslos. Die Vegetationszeit dauert durchschnittlich 10 Monate, im Gebirge 2-7 Monate.

Einen großen Teil nimmt der Wald ein, dessen oberste Grenze in den einzelnen Alpengruppen sehr verschieden ist, in den Zentralalpen zum Beispiel über 2000 m, am Nord- und Südrand der Alpen oft nur bei 1700 m Seehöhe. Über der Waldgrenze liegt die Region des Krummholzes, die allmählich in die Fels- und Eisregion übergeht. Algenarten färben gelegentlich das Gletschereis blutigrot. Die Almregionen wurden durch Rodungen oft so vergrößert, dass die Waldgrenze heute viel tiefer liegt als früher.

Nicht zusammenhängende, durch den Boden bedingte Vegetationseinheiten stellen die Auwälder entlang großer Flüsse dar; sie bestehen aus Erlen, Weiden, Schwarz- und Silberpappeln, Eschen, Ulmen und dichtem Unterholz mit der Waldrebe. Auch hier haben Rodungen die natürliche Landschaft zur Kulturlandschaft (Landwirtschaft) geformt. Naturschutzparks sollen auch für spätere Generationen die unberührte Natur erhalten und schützen (Nationalparks).

Literatur#

  • Catalogus Florae Austriae: J. Nevole, Die Wald- und Steppenflora am Ostrande des Wiener Beckens, 1934
  • G. Wendelberger, Die Vegetation des Neusiedler-See-Gebietes, 1959
  • H. Mayer, Wälder des Ostalpenraumes, 1974
  • W. Adler, K. Oswald und R. Fischer, Exkursionsflora von Österreich, 1994