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Frauenstudium#

Erst ab dem späten 19. Jahrhundert konnte ein den Männern gleichberechtigtes Frauenstudium durchgesetzt werden. Seit 1878 durften Frauen Universitätsvorlesungen als Hospitantinnen besuchen, 1896 wurde ihnen die Nostrifikation von im Ausland erworbenen Doktordiplomen (Wiederholung sämtlicher Rigorosen) gewährt, ab 1897 standen ihnen die philosophischen, ab 1900 die medizinischen Fakultäten offen. Erst 1919 erhielten sie Zutritt zu fast allen Fakultäten und Hochschulen. In Österreich fand die erste Promotion einer Frau 1897 (G. Possaner Freiin von Ehrenthal, Dr. med. univ., Wien), die erste Habilitation einer Frau 1907 (Dr. phil. E. Richter, Romanistik, Wien) statt. Gegenwärtig sind rund 45 % der Studierenden an den österreichischen Universitäten und Hochschulen weiblichen Geschlechts, bei den Studienanfängern bereits 51 %.