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Freidenker#


Weltanschauliche Bewegung atheistischer bzw. areligiöser Richtung, seit 1887 in verschiedenen Vereinen organisiert, die unter anderem für die Zulassung der Feuerbestattung eintraten. 1918 entstand im Rahmen der Arbeiterbewegung der "Österreichische Freidenkerbund" (Abzeichen: Stiefmütterchen) auf marxistischer Basis, der der Sozialdemokratie nahe stand, in zirka 300 Ortsgruppen rund 45.000 Mitglieder umfasste und Kirchenaustrittspropaganda betrieb (monatliches Organ "Der Freidenker"), die er besonders nach der Julirevolte 1927 intensivierte. Er wurde 1933 verboten. 1948 wiedergegründet, ist er nun parteiungebunden und enthält sich jeder Wirksamkeit in der Öffentlichkeit. Ebenso die 1947 gegründete "Freigeistige Vereinigung Österreichs", die weltanschaulich neutral ist. - 1925-33 hatte in Wien die kommunistisch beeinflusste "Internationale proletarischer Freidenker" ihren Sitz.


Literatur:

  • K. Becker, Freigeistige Bibliographie, 1974
  • F. Heyer und V. Pitzer, Religion ohne Kirche, 1977
  • J. C. Kaiser, Arbeiterbewegung und organisierte Religionskritik, 1981




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