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Güssing#

Güssing
Wappen von Güssing.
© Copyright Verlag Ed. Hölzel, Wien, für AEIOU.

Bundesland: Burgenland Güssing, Burgenland
Bezirk: Güssing, Stadt
Einwohner: 3.660 (Stand 2016)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 229 m
Fläche: 49,31 km²
Postleitzahl: 7540
Website: www.gussing.at


Güssing
Güssing.
© Copyright Österreichwerbung, Herzberger, für AEIOU.

Die Stadt Güssing (Stadterhebung 1973) ist Hauptstadt des Bezirks Güssing und liegt im südlichen Burgenland, nahe der ungarischen Grenze.

Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Außenstellen von Finanzamt und Arbeitsmarktservice, Amt der Burgenländischen Landesregierung (Wasserbauverwaltung), landwirtschaftliches Bezirksreferat, Montecuccoli-Kaserne, Zollwachinspektion, Krankenhaus, Finanz- und Vermessungsamt, psychosoziale Beratungsstelle, Gendarmeriebezirkskommando, Gebietskrankenkasse, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Kulturzentrum, Bundesoberstufenrealgymnasium, Höhere Bundeslehranstalt, Fachschule für wirtschaftliche Berufe, landwirtschaftliche Fachschule, Berufsförderungsinstitut. Große Fischteiche, in der Nähe bei Urbersdorf Wildpark.

Kleinbetriebliche Wirtschaftsstruktur und fortgeschrittene Entwicklung des Dienstleistungssektors (besonders persönliche, soziale und öffentliche Dienste). In der Produktion: Teigwaren- und Keksfabrik, Molkerei, Toranlagenbau, Erzeugung von Lederwaren und Toilettetaschen, Sägewerk, E-Werk; Quelle und Abfüllanlage für Güssinger Mineralwasser (Säuerling) bei Sulz (Gemeinde Gerersdorf-Sulz).

Auf einem erloschenem Vulkankegel thront die 1157 als Wehranlage errichtete älteste Burg des Burgenlandes. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gelangte sie 1524 in den Besitz der Familie Battyány. Zur Abwehr der Gefahren aus dem Osten wurde sie im 16. und 17. Jhdt. zu einer ziegelgemauerten Festung ausgebaut. Mit dem Verlust ihrer strategischen Bedeutung gab man die Burg im 18. Jhdt. dem Verfall preis, da die damalige "Dachsteuer" eine Erhaltung für den Besitzer unerschwinglich machte. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten präsentiert sich die Burg nun in jenem Zustand wie vor über 200 Jahren. Heute beherbergt sie ein Burgmuseum (Batthyány-Ahnengalerie, barocker Billardtisch, Sammelstücke aus dem fernöstlichen Raum, sakrale Exponate, Eisenkunstgusssammlung, Zinnfigurensammlung u.a.)

Wie einst eingerichtete Zimmer vermitteln ein Bild der Lebensweise: Musikzimmer u.a. mit einer Truhenorgel aus dem 16. Jhdt., Speisezimmer.

Das Burgrestaurant mit seinem Ritteressen oder die sommerlichen Burgspiele sind unbedingt einen Besuch wert.

Das Franziskanerkloster wurde 1648 von Adam Graf Batthyány gestiftet. Es war, heute am Hauptplatz in Güssing, früher ein Eckpfeiler der Stadtbefestigung von Güssing. Sehen kann man Grabsteine (16. Jhdt.) und die Krypta mit der Familiengruft der Batthyány (die zweitgrößte ihrer Art in Österreich mit einem Prunksarg von K. Moll), außerdem birgt die Klosterkirche eine wertvolle Bibliothek mit ca. 3.500 Büchern.

Sehenswert sind u.a. noch die romanische Pfarrkirche (um 1200) im alten Friedhof, im Osten der Stadt das Schloss Drašković (in Kapelle gotischer Flügelaltar, 1469) oder das Auswanderermuseum (dokumentiert die Amerikawanderung der Burgenländer zu Beginn dieses Jahrhunderts).

Weiterführendes#

Literatur#

  • F. Glavanits (Schriftleitung), Stadterhebung Güssing 1973, Festschrift, 1973