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Gail#

Kärnten, westlicher Nebenfluss der Drau, 125 km lang, entspringt am Nordhang der Karnischen Alpen (Osttirol) und mündet östlich von Villach in die Drau. Die mittlere Durchflussmenge der Gail beträgt bei Federaun 46,3 m³/Sek. Vom Kartitscher Sattel bis Luggau wird das Tal der Gail "Tilliacher Tal", von dort an "Lesachtal", ab Kötschach-Mauthen "Ober-" und ab Hermagor "Untergailtal" genannt. Das Gailtal selbst ist etwa 90 km lang und erstreckt sich nahezu geradlinig entlang einer geologischen Bruchlinie von Westen nach Osten. Begrenzt wird das Tal (in Kärnten) im Norden von den Gailtaler und im Süden von den Karnischen Alpen (bzw. Karawanken).

Zwischen Hermagor und Görtschach liegt nahe der Gail auf 560 m Seehöhe der kleine Pressegger See. Ab Kötschach-Mauthen verbreitert sich die Talsohle des Gailtals und ist teilweise von Sümpfen bedeckt (besonders zwischen Görtschach und Gailitz). Die Siedlungen des Gailtals liegen auf den Hangterrassen und Schwemmkegeln. Das Untergailtal (ab Hermagor) ist aber auch durch Talverengungen wie zum Beispiel bei der Villacher Alpe geprägt. Erschlossen wird das Gailtal von der Gailtal-Bahn, die von Kötschach-Mauthen bis Gailitz führt. Hauptorte: Kötschach-Mauthen (705 m), Dellach (672 m), Hermagor (602 m) und Vorderberg (565 m).