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Geburtenentwicklung#

Zeitliche Veränderung der jährlichen Anzahl der Geborenen. Übersteigt die Zahl der Geborenen jene der Gestorbenen, so spricht man von einem Geburtenüberschuss, im umgekehrten Fall von einem Geburtendefizit. Langfristig ist die Geburtenentwicklung in Österreich durch einen Rückgang gekennzeichnet, der einen Anpassungsprozess des generativen Verhaltens der Bevölkerung an die veränderten sozialen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen darstellt (Verstädterung, Bildungsexpansion, Emanzipation der Frau). Im Vergleich: 1963 kamen in Österreich noch 135.000 Kinder zur Welt, 1990 noch 90.000, 2008 nur noch 77.752. Die Gesamtfruchtbarkeitsrate fiel von 2,8 (1963) auf 1,41 (2008).