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Geologie#

Die verhältnismäßig junge Naturwissenschaft der Geologie erfuhr in Österreich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts einen raschen Aufschwung. 1847 beauftragte die Akademie der Wissenschaften in Wien Wilhelm von Haidinger und Paul Maria Partsch mit der systematischen Erforschung der geologischen Verhältnisse der Monarchie. Von besonderer Bedeutung wurde die Geologische Reichsanstalt in Wien (gegründet 1849, heute Geologische Bundesanstalt), der ersten auf dem europäischen Festland. Daneben konzentrierten sich geologische Forschung und Ausbildung auf die Universitäten und Hochschulen mit ihren Lehrkanzeln und Instituten für Geologie: Technische Hochschule Wien (1843), Universität Wien (1863), Universität Innsbruck (1867) und Universität Graz (1894), Hochschule für Bodenkultur in Wien (1872), Montanistische Hochschule in Leoben (1881), Universität Salzburg (1967). In Österreich wirkten eine Reihe bedeutender Geologen: Franz Eduard Sueß, Leopold Kober, Otto Ampferer, Hans Peter Cornelius, Raimund von Klebelsberg und Bruno Sander, die wesentliche Erkenntnisse erarbeiteten.