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Georgi#

Bezeichnung für den 23. April, den Gedenktag des heiligen Georg (in einigen Diözesen auch 24. April). Georgi ist ein mit vielen Wetterregeln verbundener Lostag und war somit ein wichtiges Datum im bäuerlichen Jahr (Zahlungen, Gesindewechsel, Beginn der Weidezeit). Vom 15. bis in das 19. Jahrhundert war dieser Tag ein wichtiger Zinstermin bei Grundherrschaften. Die heute zum Teil abgekommenen Bräuche waren das Grasausläuten in Tirol, die Heischeumzüge der Hirten (deren Arbeitsjahr begann), die Georgiritte in Oberösterreich und Salzburg, die Georgifeuer in Oberösterreich, das Georgijagen in Südkärnten (ein Heischebrauch der Schuljugend mit Feuer und Lärm, bei dem man den in Stroh oder grünes Laub gehüllten "Georg" vertreibt) sowie die Grenzbegehungen ("Hottergang" in Ostösterreich).


--> ABC: Georg, hl. (ABC zur Volkskunde Österreichs)