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Geothermie (Erdwärme)#

Die Energiekrise Mitte der 1970er Jahre regte in hohem Maß die Erforschung erneuerbarer Energieformen (Alternativenergie) an, so auch die der Geothermie. Thermale Tiefenwässer mit Temperaturen zwischen 40 und 100° C befinden sich in Österreich im oberösterreichischen Alpenvorland, im Wiener Becken und im steirisch-südburgenländischen Becken. In diesen Regionen kann die Geothermie als umweltfreundliche Energienutzung angewendet werden. Voraussetzung für die Erschließung sind eine hohe geothermische Tiefenstufe und entsprechende Wasserwege im Speichergestein.


In Zonen mit günstiger Geothermie werden seit den 90er Jahren zahlreiche Bohrungen durchgeführt. In vielen Fällen wird sowohl balneologischer wie auch energetischer Nutzen aus Thermalquellen gezogen. Daneben stellt auch die energetische Nutzung von seichtem Grundwasser mittels Wärmepumpen eine bedeutende Komponente der Geothermie dar. Diese Systeme nutzen den Energieinhalt von Grundwasser im Temperaturbereich um 10° C. Von großer Bedeutung ist bei beiden Nutzungsvarianten die Rückführung des abgekühlten Wassers in den Untergrund, um die Wasserbilanz nicht nachhaltig zu verändern.