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Geyling, Rudolf#

* 14. 2. 1839, Wien

† 4. 7. 1904, Ybbs (NÖ)


Glasmaler


Sohn des Historienmalers Franz Geyling (1803-1875) und Neffe Carl Geylings.

Er studierte an der Akademie der bildenden Künste und erhielt eine Reisestipendium für Italien, wo er sich 1872/73 aufhielt. Nach dem Tod seines Onkels Carl 1880 wurde er künstlerischer Leiter der "Glasmalerei von Carl Geylings Erben". Darüber hinaus war er Leiter des Ateliers für Kunstgewerbe und Maltechniken am Wiener Frauenerwerbsverein.

Von ihm stammen zahlreiche Entwürfe für Glasgemälde, u. a. für die Stephanskirche und die Kirche Maria am Gestade in Wien, die Kapelle Mayerling (NÖ) und die Kirche Korneuburg (NÖ), für die Kirche in Hall und Steyr (OÖ) und die Pfarrkirche in Leoben (ST).

Sein älterer Sohn, Remigius (1878 - 1974) wurde ein bekannter Maler und Bühnenbildner, sein jüngerer Sohn Rolf ( 1884 -1952) ein bedeutender, in China tätiger Architekt und Universitätsprofessor in Tianjin, der dort zu einem der wichtigsten Vertreter der europäischen modernen Architektur in der 1. Hälfte des 20. Jhdts. wurde.

Literatur#

  • Das große Buch der Österreicher – 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild (1987), ed. W. Kleindel & H. Veigl, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien, 615 S.