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Grander, Johann#

* 24. 4. 1930, Jochberg in Tirol

† 24. 9. 2012, Jochberg in Tirol

"Wasserpionier", Naturforscher, Unternehmer

Das Forschen und Experimentieren wurde Johann Grander praktisch in die Wiege gelegt, bereits sein Vater war ein begnadeter Techniker und Experte in Sachen Motoren.

Johann Grander war schon als Schüler sehr wissbegierig und von schneller Auffassung. Sein Arbeitsleben - als LKW-Fahrer bis hin zum Tankstellenpächter und Mischmeister - verlief in Folge sehr bunt und abwechslungsreich. 1978 gab er schließlich seinen Beruf auf, um sich ausschließlich der Forschung zu widmen.

In der langen und oftmals schwierigen Zeit von den ersten Naturbeobachtungen bis zur Entdeckung der "Wasserbelebung" haben ihm sein Glaube, seine Intuition und seine Familie gestützt und Kraft gegeben. Mit seinen Erkenntnissen hat er vor über 30 Jahren ein neues Wasserverständnis geprägt, dem heute Millionen Menschen weltweit folgen: Gesundes Leben beginnt mit lebendigem Wasser.

Johann Grander gab seiner Entdeckung den Namen "Wasserbelebung" ohne zu ahnen, dass er damit zum Urheber eines viel verwendeten Begriffs wurde. Heute ist Grander der Inbegriff für hochwertiges Wasser - weltweit wird die Grander Wasserbelebung in der Industrie, in der Hotellerie- und Gastronomie, in der Landwirtschaft und vor allem im Privatbereich eingesetzt und genutzt.

Für seine Verdienste und für sein Lebenswerk wurde der visionäre Naturforscher aus der kleinen Gemeinde Jochberg in Tirol mehrfach ausgezeichnet und geehrt, für ihn war es jedoch der größte Verdienst, mit dem belebten Wasser Menschen, Tiere und der Natur Gutes zu tun. Als naturverbundener, gläubiger Mensch blieb er bis zum Schluss bescheiden und zollte der Natur und der Schöpfung stets größten Respekt.

Am 24. September 2012 verstarb Johann Grander im Kreise seiner Familie - er ist friedlich entschlafen und durfte nach einem bewegten Leben mit vielen Höhen und Tiefen "heimgehen", wie er das Sterben stets bezeichnet hatte.

Sein Sohn Johann Grander jr., der schon mit seinem Vater das erste Wasserbelebungsgerät händisch gefertigt hatte, übernahm das Know-how und führt mit seinen Geschwistern Heribert, Johanna und Stephanie das Lebenswerk des Pioniers in dessen Sinne fort.


GRANDER-Wasser

Die Belebung des Wassers erfolgt so, dass das Wasser an einem mit so genanntem "Informationswasser" gefüllten Metallzylinder (meist aus Kupfer) vorbei fließt. Dadurch soll es in seiner Struktur verändert werden und besondere nicht näher beschriebene Eigenschaften erhalten. Die Geräte arbeiten ohne Strom, ohne chemische Zusätze und sind service- und wartungsfrei. Die besonderen Eigenschaften des belebten Wassers sind auf jedes Wasser übertragbar und die Informationsübertragung kann ohne direkten Kontakt erfolgen.

Grander und die Vertreter seiner Produkte versprechen zudem physikalische und biologische Wirkungen, z. B. positive Wirkungen auf Ernährung, Getreideanbau und Gesundheit. Es gibt jedoch bisher keine wissenschaftlichen Studien und keine empirischen Hinweise, die den Nachweis erbringen, dass das Wasser Wirkung hat.

Mit den heutigen wissenschaftlichen Methoden, die chemische und physikalische Eigenschaften von Wasser messen können, konnten keine Besonderheiten des Grander-Wassers nachgewiesen werden.
Demnach wäre die Grander-Technologie zur "Belebung von Leitungswasser" wirkungslos und darf auch laut einem Gerichtsurteil als "esoterischer Unfug" bezeichnet werden.

Trotzdem ging die Errungenschaft um die Welt und wird heute auf vielen Gebieten eingesetzt.

(Seit Oktober 2003 werden die Lipizzaner in den Stallungen in der Wiener Hofburg und seit April 2005 auch im Sommerquartier am Heldenberg in Niederösterreich mit Grander Wasser versorgt. Berichtet wird, dass die Pferde um ein Viertel mehr Wasser zu sich nehmen und die Kolikanfälligkeit der Pferde deutlich zurückgegangen ist.
In der HLF Krems wird eine Ausbildung zum Diplom-Wasser-Experten und zur Diplom-Wasser-Expertin angeboten. Grander hat die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützt und geholfen, Wasser als wichtiges Genuss- und Lebensmittel kennen und einsetzen zu lernen.
Auch die Gemeinde Krimml ließ das Wasser im Schwimmbad beleben; darüberhinaus 2012 der Grander Trinkbrunnen errichtet und ein belebtes Kneipp-Becken auf dem Vorplatz des Gemeindehauses eröffnet.
)

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Silbernes Ehrenzeichen der Russischen Akademie der Naturwissenschaften (eine 1990 gegründete private Organisation), 2000
  • Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 2001
    (Im Juni 2008 wurde eine parlamentarische Anfrage von Abgeordneten der Grünen, LIF, SPÖ und FPÖ an das Wissenschaftsministerium hinsichtlich der Prüfung der Verleihung aufgrund nicht vorhandener wissenschaftlicher Leistungen eingebracht. Die Aberkennung des Ehrenkreuzes wurde jedoch von Wissenschaftsminister Johannes Hahn abgelehnt.)
  • Ehrendiplom der Wirtschaftskammer Tirol, 2009


Schriften:

  • Wasserbelebung nach Johann Grander: Original Grander Technologie, 1999

Literatur#

  • S. Dobesch, Johann Grander, 2001
  • Johann Grander - der Wassermann von Tirol (Film), 2003

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler, I. Schinnerl