Preise und Auszeichnungen - Austria-Forum : AEIOU

Preise und Auszeichnungen #

Sie werden in Österreich vor allem für wissenschaftliche und kulturelle Leistungen von zahlreichen öffentlichen - Bund, Länder, Gemeinden - und privaten Institutionen (z.B. Unternehmen) verliehen. Zusätzlich gibt es (vor allem für bildende Künstler) zahlreiche Ateliers im In- und Ausland, die häufig auch mit Stipendien verbunden sind, sowie Stipendien für Auslandsaufenthalte.

Staatspreise in Österreich#

Staatspreise sind die höchsten Auszeichnungen der Republik Österreich. Jede Bundesministerin und jeder Bundesminister kann dabei für Themen aus dem eigenen Kompetenzbereich Staatspreise stiften. Sie unterscheiden sich in ihrem Image von anderen Preisen vor allem durch die Tatsache, dass eine Nominierung oder eine Verleihung als höchstes Gütesiegel angesehen wird, das die Republik Österreich vergeben kann.

  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz : Staatspreis Arbeitssicherheit.
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft : Konrad Lorenz-Staatspreis für Natur- und Umweltschutz.
  • Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend : Staatspreis Architektur; Staatspreis Beste Lehrbetriebe – Fit for Future 2008; Staatspreis Consulting; Staatspreis Innovation; Staatspreis KNEWLEDGE; Staatspreis Marketing; Staatspreis Multimedia und E-Business; Staatspreis Public Relations; Staatspreis Qualität – Austrian Quality Award; Staatspreis Tourismus; Staatspreis Vorbildliche Verpackung; Staatspreis Werbung; Staatspreis Wirtschaftsfilm
  • Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung : Staatspreis für Wissenschaftspublizistik
  • Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur : Staatspreise der Kunstsektion
  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie : Staatspreis Chancengleichheit; Staatspreis Telematik; Staatspreis Verkehr
  • Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur: Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur. Dieser Preis wurde 1964 vom auch für kulturelle Angelegenheiten zuständigen Bundesminister für Unterricht als „Nikolaus Lenau Preis“ gestiftet und 1965 in den heutigen Namen umbenannt; er wird jährlich an hervorragende Vertreter der europäischen Literatur verliehen. Der jüngste Preisträger (2011) ist der spanische Romancier, Erzähler, Essayist und Übersetzer Javier Marías; als bisher einzige Österreicherin wurde 1995 Ilse Aichinger ausgezeichnet.
Die Verleihung des Preises, der mit 25 000 €uro dotiert ist, findet im zeitlichen Rahmen der Salzburger Festspiele im Stefan Zweig Centre auf dem Mönchsberg statt.

Großer österreichischer Staatspreis#

Dieser Preis ist die höchstrangige Auszeichnung, die von der Republik Österreich einmal jährlich einem Künstler oder einer Künstlerin für hervorragende Leistungen verliehen wird. Er wurde 1950 vom damaligen Unterrichtsminister Felix Hurdes geschaffen und wird auf Vorschlag des 8aus 21 Mitgliedern bestehenden) Österreichischen Kunstsenats ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst und Architektur für ein künstlerisches Lebenswerk vergeben.

Seit 1971 wird der Preis, der zuvor jährlich in mehreren Sparten vergeben werden konnte, nur noch an eine einzige Person pro Jahr vergeben. Dotiert ist die Auszeichnung mit 30.000 Euro.

Im Folgenden die Träger des Großen Österreichischen Staatspreises seit 1950 (geordnet nach Sparten):

Literatur:

1950 Josef Leitgeb
1951 Felix Braun
1952 Martina Wied
1953 Rudolf Henz
1954 Max Mell
1955 Franz Theodor Csokor
1956 Franz Nabl
1957 Heimito von Doderer/Franz Karl Ginzkey
1958 Imma von Bodmershof
1959 Carl Zuckmayer
1961 Albert Paris Gütersloh/Alexander Lernet-Holenia
1962 George Saiko
1963 Kurt Frieberger
1964 Johannes Urzidil
1966 Fritz Hochwälder
1967 Elias Canetti
1968 Ingeborg Bachmann
1969 Christine Busta
1970 Christine Lavant
1972 Friedrich Heer
1974 Hans Carl Artmann
1977 Manes Sperber
1979 Friedrich Torberg
1982 Friederike Mayröcker
1984 Ernst Jandl
1987 Peter Handke
1989 Oswald Wiener
1991 Gerhard Rühm
1994 Wolfgang Bauer
1995 Ilse Aichinger
1998 Andreas Okopenko
2001 Gert Jonke
2007 Josef Winkler
2012 Peter Waterhouse

Musik:

1950 Joseph Marx
1951 Egon Kornauth
1953 Johann Nepomuk David
1955 Josef Matthias Hauer
1956 Hans Erich Apostel/Otto Siegl
1957 Hans Gal
1959 Theodor Berger/Alfred Uhl
1961 Egon Wellesz
1963 Ernst Krenek
1965 Gottfried von Einem
1966 Hanns Jelinek
1967 Karl Schiske
1968 Erich Marckhl
1969 Anton Heiller
1970 Marcel Rubin
1976 Cesar Bresgen
1981 Roman Haubenstock-Ramati
1986 Friedrich Cerha
1990 György Ligeti
1992 Kurt Schwertsik
2002 H. K. Gruber
2006 Georg Friedrich Haas
2010 Olga Neuwirth

Bildende Kunst:

1951 Alfred Kubin
1952 Albrecht Paris Gütersloh
1954 Herbert Boeckl
1955 Oskar Kokoschka/Fritz Wotruba
1956 Alfred Wickenburg
1957 Karl Sterrer
1958 Toni Schneider-Manzell
1960 Max Weiler/Ferdinand Kitt
1962 Josef Dobrowsky
1963 Arnold Jakob Clementschitsch
1965 Sergius Pauser
1966 Hans Fronius
1968 Kurt Moldovan
1969 Rudolf Hoflehner
1973 Joannis Avramidis
1978 Arnulf Rainer
1980 Friedensreich Hundertwasser
1985 Walter Pichler
1988 Maria Lassnig
1993 Bruno Gironcoli
1996 Günter Brus
1997 Christian Ludwig Attersee
2003 Siegfried Anzinger
2005 Hermann Nitsch
2008 Karl Prantl
2009 Brigitte Kowanz
2013 Erwin Wurm

Architektur:

1950 Josef Hoffmann
1953 Clemens Holzmeister
1954 Max Fellerer
1958 Erich Boltenstern
1962 Roland Rainer
1965 Josef Frank
1967 Franz Schuster
1971 Gustav Peichl
1975 Karl Schwanzer
1983 Hans Hollein
1999 Coop Himmelb(l)au - Wolf D. Prix, Helmut Swiczinsky
2000 Wilhelm Holzbauer
2004 Günther Domenig
2011 Heinz Tesar

ÖSTERREICHISCHER KUNSTSENAT

Der Österreichische Kunstsenat ist ein Kollegium von maximal einundzwanzig hervorragenden schöpferischen Künstlerpersönlichkeiten. Seine Aufgabe besteht darin, die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten, die öffentlichen Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten und Maßnahmen zur Kunstförderung und zur Bewahrung der kulturellen Substanz anzuraten. Er schlägt dem Bundesminister für Unterricht, Kunst und Kultur den jährlichen Preisträger für den Großen Österreichischen Staatspreis vor sowie die Berufung eines vergangenen Staatspreisträgers in den Kunstsenat.

Weitere Preise, Auszeichnungen und Wettbewerbe#

Audit Familie und Beruf
ebiz egovernment award 2009
EPSA 2009 - European Public Sector Award
Europäische Unternehmerpreise 2010
Impulsprogramm "Nachhaltig Wirtschaften"
i2b & GO! Businessplan-Wettbewerb 2009
Staatspreise
WorldSkills Austria – Berufsweltmeisterschaften 2009

Stipendien und Prese der Österrreichischen Akademie der Wissenschaften#

Alois Sonnleitner-Preis
Auszeichnung der besten Publikation (Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW)
Bader-Preis für die Geschichte der Naturwissenschaften
Bader-Preis für Kunstgeschichte
Best Paper Award (Jubiläumsfonds der Stadt Wien für die ÖAW)
Dissertationspreis für Migrationsforschung
Edmund und Rosa Hlawka-Preis für Mathematik
Erich Thenius-Stipendium
Erwin Schrödinger-Preis
Fritz Pregl-Preis
Ignaz L. Lieben Award
Jubiläumspreis des Böhlau Verlages Wien
Karl Schlögl-Preis
Medaille "Bene Merito"
Moritz Csáky Stipendium
Othenio Abel-Preis
Richard G. Plaschka-Preis
Walther E. Petrascheck-Preis
Werner Welzig-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Wilhelm Hartel-Preis


Quellen:




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