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"Vereinigung bildender Künstler Österreichischer Secession"
Das Ziel, die Kunst zu einem integrativen Bestandteil der Wohn- und Lebenskultur zu machen, führte zu einer intensiven Beschäftigung mit allen Bereichen des Kunstgewerbes (Wiener Werkstätte). 1905 spalteten sich einige der bedeutendsten Mitglieder ab (G. Klimt, Kolo Moser, Carl Moll, Otto Wagner und andere) und veranstalteten ab 1908 als "Kunstschau Wien" eigene Ausstellungen. Diese Gruppe wie auch der Hagenbund übernahmen in weiterer Folge die bisherige Vorrangstellung der Secession als Forum der "Moderne" in Österreich. 1939 wurde die Secession mit dem Künstlerhaus fusioniert, 1945 erstand sie neu als selbständige Vereinigung. Die Ausstellungstätigkeit mit internationaler Beteiligung wurde wieder aufgenommen und die Förderung der (künstlerisch heterogenen) Mitglieder und damit der zeitgenössischen Kunst als Zielsetzung beibehalten. Eine kurzlebige "Gegensecession" wurde 1973 von Alfred Hrdlička ausgerufen, ihr Vorsitzender war Adolf Frohner.
1923 wurde die Grazer Secession ("Künstlerverband Graz, Secession") gegründet, der eine wichtige Rolle in der Rezeption des Expressionismus in Österreich zukommt (zum Beispiel Wilhelm Thöny, Albrecht Graf Wickenburg, F. Silberbauer und andere). Auch die Innviertler Künstlergilde und die Vereinigung MAERZ (für Oberösterreich und Salzburg) übernahmen nach 1920 das Programm der Secession.

© Copyright Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, für AEIOU.
Historische Bilder zu Secession (IMAGNO.at)
Literatur:
- R. Waissenberger, Die Wiener Secession, 1971
- C. Nebehay, Ver Sacrum 1898-1903, 1975
- O. Kapfinger und andere, Die Wiener Secession, 2 Bände, 1986
- C. Nebehay, Secession. Kataloge und Plakate der Wiener Secession 1898-1905, 1986
- E. Patka (Hg.), Ornament and Flächenkunst from Vienna, 2 Bände, 1988
- P. Baum (Hg.), Secessionism and Austrian graphic art 1900-20, Ausstellungskatalog, Linz 1990
- Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession (Hg.), Die Wiener Secession. Vom Ausstellungshaus zum Kunsttempel, 1997.

