Öfnerspitze

Öfnerspitze
Öfnerspitze mit Südwestgrat vom Muttlerkopf

Öfnerspitze mit Südwestgrat vom Muttlerkopf

Höhe 2576 m
Lage Grenze Bayern, Deutschland / Tirol, Österreich
Gebirge Hornbachkette, Allgäuer Alpen
Dominanz 0,6 km → Großer Krottenkopf
Schartenhöhe 137 m ↓ Marchergang
Geographische Lage 47° 19′ 3″ N, 10° 20′ 56″ O47.317510.3488888888892576Koordinaten: 47° 19′ 3″ N, 10° 20′ 56″ O
Öfnerspitze (Tirol)
Öfnerspitze
Gestein Hauptdolomit
Erstbesteigung 1854, anlässlich Vermessung
Normalweg Südwestgrat (I)

Die Öfnerspitze ist ein 2576 m[1] (nach österreichischer Vermessung: 2575 m ü. A.[2]) hoher Felsberg in den Allgäuer Alpen.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Erstmals erwähnt wurde die Öfnerspitze in Jagdaufzeichnungen aus dem Jahr 1627 als Öffnerspüz. Auch im Atlas Tyrolensis von 1774 ist er verzeichnet, dieses Mal als Oefner Spiz. Da der Berg von der bayerischen Seite her den Krottenspitzen zugerechnet wurde, erfolgte die Namensgebung vermutlich aus dem Lechtal. Als Abstammung kommt das Wort „Ofen“ in Frage, was in Tirol, Kärnten und der Steiermark auch zerklüftete, löchrige Felsen bedeuten kann. Dies würde den Charakter des Berges gut wiedergeben.[3]

Lage und Umgebung

Er liegt südöstlich der Krottenspitze (2551 m) und ist mit dieser durch einen flachen Sattel (2473 m) verbunden. Weiter nach südosten verläuft die Kammhöhe über den Marchergang (2439 m[4]) zur Hornbachspitze (2533 m), an die sich der Große Krottenkopf (2656 m) anschließt. Im Norden liegt das Kreuzeck (2376 m).

Besteigung

Die Erstbesteigung der Öfnerspitze kann nicht nachvollzogen werden, im Rahmen einer Vermessung im Jahr 1854 wurde die Öfnerspitze vermutlich bestiegen. Im selben Jahr stieg Dr. Gümbel auf den Berg.[5]

Auf die Öfnerspitze führt kein angelegter Weg. Der leichteste Anstieg führt übers Öfnerkar zum Südwestgrat. Er erfordert Kletterfertigkeit im I. Grad, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.[6] Eine ebenfalls mögliche, 1894 von J. Richter und L. Rieger erstbegangene Aufstiegsvariante gibt es aus dem Kar Schaferloch im Westen, dabei betragen die Schwierigkeiten teilweise den III. Grad. Die Südflanke (II) wurde 1890 von Chr. Wolff begangen, der Ostgrat (III) 1893 dann von Josef Enzensperger mit Begleitern. Die Route von Gümbel führte aus der March (II) auf den Gipfel.[5]

Bilder

Weblinks

 Commons: Öfnerspitze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerische Vermessungsverwaltung: BayernAtlas. Abgerufen am 11. November 2012.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000). Abgerufen am 11. November 2012.
  3. Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-8987-0389-5 (S. 151).
  4. Alpenvereinskarte 2/1 Allgäuer-, Lechtaler Alpen – West (1:25.000). ISBN 978-3-9287-7713-1 (Stand: 2004)
  5. a b Ernst Zettler, Heinz Groth: Alpenvereinsführer – Allgäuer Alpen. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1985, ISBN 3-7633-1111-4 (S. 234 ff.).
  6. Dieter Seibert: Alpenvereinsführer alpin – Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. 17. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-1126-2 (S. 325).