Österreichisch Geldern

Österreichisch Geldern war der bei den Habsburgern nach dem Frieden von Utrecht (1713) - Beendigung des Spanischen Erbfolgekriegs - verbliebene Teil des Herzogtums Geldern.

Die übrigen Teile des Oberquartiers Geldern, welches vor dem Krieg Teil der Spanischen Niederlande gewesen war, fielen an die Österreichischen Niederlande (= Belgien) bzw. bildeten das preußische Herzogtum Geldern.

Lage

Der österreichische Teil Gelderns umfasste hauptsächlich die Stadt Roermond mit einem nach Osten, nach Deutschland reichenden Streifen. Hier erstreckte sich das Gebiet von Elmpt, Niederkrüchten bis nach Wegberg. Westlich von Roermond lag, getrennt durch die Grafschaft Hoorn ein weiteres Gebiet um die Stadt Weert.

Zwischen 1794 und 1814

1794 eroberte Frankreich das Territorium. 1797 verzichtete der habsburgische Kaiser im Frieden von Campo Formio auf seine linksrheinischen Gebiete, die nunmehr völkerrechtlich zu Frankreich gehörten.

Die französische Verwaltung gliederte das Gebiet in das Département de la Meuse Inferieure (Nieder-Maas) ein. Der deutsche Gebietsteil lag nun im Kanton Cruchten (Niederkrüchten).

Nach 1814

Beim Wiener Kongress (1815) fielen die Gebiete an Preußen und wurden Teil des Landkreises Erkelenz in der Rheinprovinz. Die Gebiete westlich der Maas unter Berücksichtigung eines östlich parallel zu ihr verlaufenden schmalen Streifens wurden an die Niederlande abgetreten, wo sie zur Provinz Limburg kamen.