Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gestalttheoretische Psychotherapie

Österreichische Arbeitsgemeinschaft
für Gestalttheoretische Psychotherapie
(ÖAGP)
Zweck: Psychotherapeutische Ausbildungseinrichtung und Fachvereinigung
Vorsitz: Doris Beneder
Gründungsdatum: 1985
Mitgliederzahl: ca. 100
Sitz: Wien
Website: http://www.oeagp.at

Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gestalttheoretische Psychotherapie (ÖAGP) ist eine staatlich anerkannte Ausbildungseinrichtung für die fachspezifische Psychotherapieausbildung in der Methode Gestalttheoretische Psychotherapie (GTP) in Österreich. Darüber hinaus ist sie die Fachvereinigung der in Österreich nach dieser Methode praktizierenden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und fördert die Anwendung und Weiterentwicklung der Gestalttheorie im Bereich der Psychotherapie. Absolventinnen und Absolventen dieser Ausbildung können mit der Zusatzbezeichnung Gestalttheoretische Psychotherapie (GTP) in die Psychotherapeutenliste beim österreichischen Gesundheitsministerium eingetragen werden[1] und sind damit zur psychotherapeutischen Berufsausübung und zur Krankenkassen-Verrechnung von Krankheitsbehandlungen mit dieser Methode zugelassen[2]..

Die ÖAGP wurde im Jahr 1985 gegründet. Ihre Vorläuferin war 1979-1985 die "Sparte Gestalttherapie/Gestalttheoretische Psychotherapie" im ASG ("Arbeitskreis für Sozialpsychologie und Gruppendynamik")[3]. Anfang 1994 wurde die ÖAGP als fachspezifische Ausbildungseinrichtung für die eigenständige Methode Gestalttheoretische Psychotherapie staatlich anerkannt[4]. Seither ist sie mit Sitz und Stimme im Psychotherapie-Beirat des österreichischen Gesundheitsministeriums vertreten. Sie ist weiters Mitglied des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP), der österreichischen Berufsvertretung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten.

Die internationale wissenschaftliche Dachgesellschaft der ÖAGP ist die multidisziplinäre Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen, Society for Gestalt Theory and its Applications (GTA). Die wissenschaftliche Zeitschrift der GTA und damit auch der ÖAGP ist das internationale multidisziplinäre Journal Gestalt Theory. Daneben gibt die ÖAGP seit 2009 die Fachzeitschrift Phänomenal - Zeitschrift für Gestalttheoretische Psychotherapie heraus (Verlag Krammer, Wien).

Literatur

  • G. Stumm: Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gestalttheoretische Psychotherapie. In: P. Deimann u.a. (Hrsg., 1985), Psychotherapie in Österreich, Band II, Edition ÖH, Wien, S. 88-93.
  • Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gestalttheoretische Psychotherapie. In: E. Jandl-Jager & G. Stumm (2006), Psychotherapie-Ausbildung in Österreich. Falter Verlag, Wien, S. 165-173, ISBN 9-783-85439334-4.
  • G. Stemberger: Gestalttheoretische Psychotherapie. In: G. Stumm (Hrsg., 2011), Psychotherapie - Schulen und Methoden. 3. Auflage. Falter Verlag, Wien, S. 218-227, ISBN 9-783-85439448-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zur Psychotherapeutenliste siehe die Informationsseite des BM für Gesundheit mit Zugang zum Verzeichnis
  2. Bundesministerium für Gesundheit: In Österreich anerkannte Psychotherapiemethoden, abgerufen am 15. August 2012.
  3. G. Stumm (1985): Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Gestalttheoretische Psychotherapie. In: P. Deimann u.a. (Hrsg., 1985), Psychotherapie in Österreich, Band II, Edition ÖH, Wien, S. 88.
  4. G. Stemberger (1994): Staatliche Anerkennung der Gestalttheoretischen Psychotherapie in Österreich. In: Gestalt Theory 16(1), S. 67-68.