Österreichische Fußballolympiamannschaft

Die österreichische Fußballolympiamannschaft war eine Auswahlmannschaft des Österreichischen Fußball-Bundes, die 1986 für das Qualifikationsturnier zu den Olympischen Spielen 1988 in Südkorea gebildet wurde. Sie wurde zwei Jahre später nach neun Länderspielen wieder aufgelöst.

Geschichte

Hintergrund für die Bildung einer eigenen Fußballolympiamannschaft war eine Änderung in den Teilnahmebedingungen der Olympischen Spiele, die auch den Einsatz bestimmter, noch nicht im Rahmen von Fußball-Weltmeisterschaften aufgetreten, Profifußballer erlaubte. Entsprechend konnte nicht mehr wie bislang die österreichische Amateurnationalmannschaft, aber auch nicht die österreichische Profinationalmannschaft aufgeboten werden. Der Österreichische Fußball-Bund achtete bei der Zusammenstallung des Kaders besonders auf die Förderung junger Spieler, die eigentliche Olympia-Qualifikation war ein zweitrangiges Ziel. Für den Qualifikationsspielen gab es die Premiere der Olympiamannschaft gegen das ungarische Team am 11. November 1986 in Kőszeg mit einem 0:1.

Österreich lag in der Qualifikationsgruppe 5 gemeinsam mit Jugoslawien, der Tschechoslowakei, Belgien und Finnland. Die Mannschaft startete gut in die Runde und gewann zunächst auswärts in Belgien und anschließend in Salzburg gegen Finnland. In den restlichen sechs Partien konnte aber kein Sieg mehr gefeiert werden, sodass die Teilnahme an den Olympischen Spielen letztlich klar verpasst wurde. Die restlichen Heimspiele hatten in Graz, Linz und Wolfsberg stattgefunden. Nachdem zu den Olympischen Spielen 1992 die Junioren-Europameisterschaft 1992 herangezogen wurde, wurde die österreichische Fußballolympiamannschaft nach neun Länderspielen wieder aufgelöst.