Österreichische Höhlenrettung

Logo der Österreichischen Höhlenrettung

Die Österreichische Höhlenrettung zählt zu den österreichischen Rettungsorganisationen mit speziellen Rettungsaufgaben. Wie alle Rettungsdienste sind sie nach den jeweiligen Landesgesetzen ihrer Standorte organisiert. Die einzelnen nach dem Vereinsgesetz organisierten Landesverbände sind in einem Bundesverband zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Organisation und Aufgaben

Die Aufgabe dieser Höhlenrettung ist es

„Aufgabe des besonderen Rettungsdienstes ist es, den abseits des öffentlichen Straßennetzes in unwegsamen, insbesondere alpinen Gelände (Bergrettung), den in Höhlen oder höhlenähnlichen Hohlräumen wie Bergwerken oder Erdställen (Höhlenrettung) Verunglückten, Vermissten, Erkrankten oder sonst in Not Geratenen zu helfen, sie zu suchen, zu versorgen, zu bergen und abzutransportieren, sowie bei Anforderung Behörden bzw. andere Organisationen zu unterstützen und gegebenenfalls gemeinsame Einsätze durchzuführen.“

Beispielhaft aus dem niederösterreichischen Rettungsdienstgesetz § 1b

Die Alarmierung für das gesamte Bundesgebiet übernimmt die 144 Notruf Niederösterreich, die aus ganz Österreich unter der Notrufnummer 0 26 22/144 direkt erreichbar ist. Aber auch über die anderen Rettungsnotrufe 144 oder den Alpinnotruf 140 kann ebenso wie über den Euronotruf 112 alarmiert werden, da die anderen empfangenden Einsatzleitstellen die Alarmierung entsprechend weitergeben.

Als Verbindungsmittel verwendet die Höhlenrettung hauptsächlich das Funknetz der Bergrettung und soll in Zukunft auch in das Funksystem der BOS in Österreich mit aufgenommen werden, was zum Teil, wie beispielsweise in Niederösterreich, wo das Netz flächendeckend errichtet wurde, schon geschehen ist.

Die Ausbildung der Mitglieder, die nur ehrenmtlich mitarbeiten erfolgt in den einzelnen Stützpunkten und wird in den Landesverbanden nur koordiniert. Allerdings gibt es bedingt durch die Anzahl von Höhlen nicht in allen Bundesländern Landesverbände, sondern nur in:[1]

Die Finanzierung erfolgt größtenteils aus Subventionen der Bundesländer, sowie teilweise aus Kostenvergütungen nach Einsätzen. Das Spendenaufkommen hingegen ist durch den nicht so breiten Bekanntheitsgrad minimal.

Bundesland Retter Einsatzstellen (Standorte)
Kärnten 34 Villach, Klagenfurt
Niederösterreich 63 NÖ-West, Neunkirchen
Oberösterreich 69 Linz, Sierning, Gmunden, Ebensee, Hallstatt-Obertraun
Salzburg 29 keine eigene Einsatzstelle
Steiermark 95 Bad Mitterndorf, Eisenerz, Graz, Mürztal, Schladming, Zeltweg
Tirol 22 Tirol
Wien 26

Wie zu Beginn arbeitet die Höhlenrettung eng mit den verschiedenen Höhlenforschungsvereinen zusammen, da oft Rettungen oft nur durch die neuesten Ortskenntnisse und dem aktuellsten Kartenmaterial ermöglicht werden. Dementsprechend rekrutieren sich die Mitglieder der Höhlenrettung aus diesen Vereinen.

Entstehung

Die Höhlenrettung entstand in den 1960 Jahren, wobei sich da der Einsatzbereich meist auf Kameradenrettung innerhalb der verschiedenen Höhlenforschergruppen bezog, da es den Höhlentourismus in der heutigen Form nicht gab. So bestand in Kärnten ein Einsatzplan zur Höhlenrettung seit 1967.[2] Namen der ersten Stunde wären Hermann Kirchmayr, Edith Bednarik, Günther Gsenger zu nennen. Anfangs gab es auch keinerlei Subventionierung, sodass vieles an notwendiger Ausrüstungsgegenständen aus ausgeschiedenen und selbstgefertigen Stücken bestand.

Während sich die Höhlenrettung auch um Alarmierung kümmern musste, wird diese durch verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen teilweise auch durch diese übernommen. Durch die inzwischen laufende Subventionierung ist es auch möglich, auf standardisierte und geprüfte Ausrüstung zurückzugreifen.

Literatur

  • Österreichische Höhlenrettung - Bundesverband: Die österreichische Höhlenrettung – eine Organisation stellt sich vor, 2012

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stand April 2012: Email von Herrn Breidt Christoph, ÖHR am 27. April 2012
  2. Tätigkeitsberichte 1971 der dem Verband österreichischer Höhlenforscher angeschlossenen Vereine abgerufen am 28. April 2012