Österreichischer Heimatdienst

Der Österreichische Heimatdienst war eine Propagandainstitution im Vorfeld der Entstehung der Vaterländischen Front. Er sollte die Propaganda der Regierung Dollfuß in Bezug auf „Funk, Film, persönliche Einflussnahme des Bundeskommissärs (für den Heimatdienst), Aufklärung von Mann zu Mann und Schriftwesen“ [1] und später auch die Aufnahmeformalitäten in die Vaterländische Front koordinieren.

Erster Leiter des Heimatdienstes war Pankraz Kruckenhauser, Chefredakteur der Wiener Zeitung, der aber deutliche Affinitäten zum Nationalsozialismus zeigte und deswegen nach einer Zwischenposition als Direktor der Staatsdruckerei Anfang 1937 auch von diesem Amt enthoben wurde. Als Leiter des Heimatdienstes wurde er am 4. November 1933 durch Richard Steidle abgelöst, der dieses Amt wegen der Übernahme einer Position als Generalkonsul in Triest nur kurzfristig ausfüllte. Am 11. Juli 1934 wurde Oberst Walter Adam zum „Bundeskommissionär für den Heimatdienst“ ernannt.

Der Heimatdienst organisierte eine Vaterländische Wandzeitung, mit der die Bevölkerung über die laufenden Aktionen der VF informiert werden sollte, dann die Wochenschau Österreich in Bild und Ton (Juni 1933) und das Mitteilungsblatt für die VF für Wien (August 1933).

Literatur

  • Irmgard Bärnthaler (1971). Die Vaterländische Front. Geschichte und Organisation. Wien: Europa Verlag.

Einzelnachweise

  1. Irmgard Bärnthaler (1971). Die Vaterländische Front. Geschichte und Organisation. Wien: Europa Verlag, S. 13.