Österreichisches Theatermuseum

Das Theatermuseum im Palais Lobkowitz

Das Österreichische Theatermuseum ist ein Museum im Wiener Palais Lobkowitz. Organisatorisch gehört das Theatermuseum heute zum Kunsthistorischen Museum Wien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seinen Ursprung hat das Museum in der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, die ihrerseits bis in die Barockzeit zurückreicht. Seit dem Jahr 1982 ist das Museum im Palais Lobkowitz untergebracht.[1]

Im Jahr 1923 wurde die Sammlung durch den Ankauf der Theater-Kollektion Hugo Thimigs wesentlich erweitert. Auch von Stefan Zweig stammt ein weiterer bedeutender Teil der Sammlung, da dieser seine Manuskripte vor seiner Flucht vor den Nationalsozialisten im Jahr 1938 dem Museum vermachte. Mit dem Nachlass von Hermann Bahr besitzt das Museum den bedeutendsten Schriftstellernachlass der Wiener Moderne in Österreich.

Gebäude

Bemerkenswert ist der Eroicasaal, in dem im Jahr 1804 Beethovens 3., sowie die 4. Sinfonie aufgeführt wurde. Beethoven hielt sich zu dieser Zeit des Öfteren im Palais als Gast auf.

Ausstellungen

Heute gibt es im Museum eigene Gedenkräume für Max Reinhardt, Emmerich Kálmán und Richard Teschner und seinem Figurenspiegel. Insgesamt verfügt das Museum über 1000 Bühnenmodelle, sowie 600 Kostüme und Requisiten aus den letzten drei Jahrhunderten. Außerdem gibt es mehr als 700.000 Theaterfotos, sowie 100.000 Zeichnungen und Grafiken. In der Bibliothek befinden sich etwa 80.000 Bücher und Zeitschriften.

2011: Heinrich von Kleist 1777-2011

Weblinks

 Commons: Österreichisches Theatermuseum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Österreichisches Theatermuseum auf event.at abgerufen am 1. April 2010

48.20557516.368091666667Koordinaten: 48° 12′ 20″ N, 16° 22′ 5″ O