über.morgen

über.morgen
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Beschreibung österreichische Studierendenzeitung
Erstausgabe 28. Oktober 2009
Erscheinungsweise alle sechs Wochen an einem Freitag
Verkaufte Auflage 1.000 Exemplare
Chefredakteur Posten des CvD rotiert
Herausgeber Verein zur Förderung studentischer Eigeninitiativen
Weblink uebermorgen.at
Die erste Ausgabe der Morgen, 28. Oktober 2009
Die 22. Ausgabe der über.morgen, 9. Dezember 2011

über.morgen (übermorgen) ist eine unabhängige Studierendenzeitschrift,[1][2] die alle sechs Wochen an der Universität Wien erscheint. Die Auflage beträgt 1.000 Stück in einem Umfang von 16 bis 24 Seiten im Tabloid-Format. Sie wird kostenlos an der Universität verteilt und liegt an zentralen Treffpunkten wie Kneipen und Kultureinrichtungen aus. Weiters ist sie als elektronische Zeitung im Internet und im Abonnement erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die über.morgen entstand ursprünglich aus den Studierendenprotesten rund um die Besetzung des Audimax der Universität Wien 2009/10 (→ Hauptartikel: Studierendenproteste in Österreich 2009/2010). Am 26. Oktober 2009 wurde im basisdemokratisch organisierten Plenum des besetzten Audimax die „AG Zeitung“ gegründet. Das Ziel des linksalternativen, selbstverwalteten Zeitungsprojekts war es zunächst, als „Sprachrohr der Protestbewegung“[3] und im Sinne eines „positiven Boulevardjournalismus“[4], möglichst breite Bevölkerungsgruppen über die Anliegen der Studierenden zu informieren.[5] Der ursprüngliche Name der Zeitung, „Morgen“, wurde bewusst in Anlehnung an die österreichische Gratiszeitung Heute gewählt.[6] Am 28. Oktober erschien bereits die erste Ausgabe mit dem Untertitel „U-Bahnzeitung der Protestbewegung“. Sie hatte eine Auflage von 1.000 Stück[7][8][9] und wurde an den U-Bahn-Stationen und in den Straßen Wiens verteilt.[3] Die Zeitschrift wurde in der Folge medial als Zentralorgan des Audimaxismus[10] wahrgenommen. Unter dem Namen „Morgen“ erschien sie bis zum Ende der Audimax-Besetzung im Dezember 2009 wöchentlich und insgesamt acht mal.

Im Januar 2010 musste sich die Zeitschrift, aufgrund von Protesten einer niederösterreichischen Kulturzeitschrift gleichen Namens, umbenennen.[11] Seit dem 20. Januar 2010 erscheint sie nun als „über.morgen“, zunächst noch mit dem Untertitel „die kritisch-unabhängige Studierendenzeitung“, seit Oktober 2011 mit dem Untertitel „Dein Begleitheft zur Krise.[12] Gleichzeitig mit der Umbenennung erfolgte die Gründung eines gemeinnützigen Herausgebervereins (Verein zur Förderung studentischer Eigeninitiativen). Die über.morgen erschien zunächst alle zwei, dann alle vier, und schließlich alle sechs Wochen.

Inhalt und Struktur

Die Zeitschrift behandelt heute, neben hochschulpolitischen Gegenständen, Themen wie Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Weitere Rubriken sind über.reden, über.meinung, über.kultur und die Satire-Seite über.reste.

Die über.morgen hatte zudem bis dato zahlreiche Interviewpartner, wie beispielsweise den Bundesminister Karlheinz Töchterle[13], die Regisseure Stefan Ruzowitzky[14] und Hans Neuenfels[15], den Künstler Andre Heller[16], den Aktionisten Hubsi Kramar[17], den Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann[18], den Schriftsteller Franz Schuh[19], den Kabarettisten Josef Hader[20], die Schriftstellerin Barbara Frischmuth[21], die Kabarettgruppe Maschek[22], den iranischen Autor Bahman Nirumand[23], den ecuadorianischen Ökonom Alberto Acosta[24], die Flüchtlingshelferin Ute Bock[25] und den Grün-Politiker Alexander van der Bellen[26]. Auch zahlreiche Bands, wie Ja, Panik[27] und Gustav[28] standen der über.morgen Rede und Antwort. Gastkommentare für die über.morgen verfassten bisher zum Beispiel Bundesministerin Beatrix Karl[29], die Politiker Klaus Werner-Lobo[30] und Friedhelm Frischenschlager[31], der Globalisierungskritiker Christian Felber[32] und der Journalist Martin Blumenau[33].

Die Finanzierung der über.morgen erfolgt über Anzeigen und regelmäßige Zuschüsse von Studentenvertretungen. Die Redaktion besteht aus Studierenden aller Fachbereiche. Zurzeit gibt es etwa zehn Redakteure, die sich um die Festlegung der Themen und die Seitenplanung kümmern. Zudem kann sich jeder Studierende in der Redaktion engagieren oder als freier Mitarbeiter Artikel schreiben. Bei der über.morgen gibt es keinen Chefredakteur, sondern eine „redaktionelle Leitung“, die meist von zwei Redakteuren übernommen wird. Die Leitung wird bei jeder Ausgabe neu besetzt und ist für die Planung und Koordination der jeweiligen Ausgabe verantwortlich (V.i.S.d.P.).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zeitschriftendatenbank-Nachweis: Österreichische Nationalbibliothek (Bestandsangabe: 2.2010,1 - 1,914.229-C.Neu-Per). Abgerufen am 30. Juli 2012.
  2. Zeitschriftendatenbank-Nachweis: Wienbibliothek im Rathaus (ZS-Bestand: Bibl.: QWBDS -- Bestand: 2010 - / Sign.: B 307109 / Sto.: Ablagefach: 20/10). Abgerufen am 30. Juli 2012.
  3. a b unibrennt.at/wiki/Zeitung. Abgerufen am 31. Juli 2012.
  4. Augustin: Warum wir auf die Straße gehen. Über einen weiteren Versuch, "positiven Boulevardjournalismus" zu betreiben. 18. November 2009. Abgerufen am 30. Juli 2012.
  5. Plenum Uni Wien: Protokoll, Montag, 26. Oktober 2009 (20:00 Uhr). Abgerufen am 28. Juli 2012.
  6. Das Konzept. Die Zeitung für Schüler: Bernhard Goldnagl: Studenten im Audimax. Abgerufen am 31. Juli 2012.
  7. derstandard.at: Zehntausende demonstrierten in Wien gegen Bildungsabbau. 28. Oktober 2009. Abgerufen am 30. Juli 2012.
  8. Wiener Zeitung: Walter Hämmerle, Nina Flori: Ein Lehrbeispiel für Parteien. 2. November 2009. Abgerufen am 29. Juli 2012.
  9. Plenum Uni Wien: Protokoll, Dienstag, 27. Oktober 2009 (Abend). Abgerufen am 28. Juli 2012.
  10. fm4.at: Martin Blumenau: Beleg Exemlpar. 27. Januar 2010. Abgerufen am 31. Juli 2012.
  11. Wir feiern Namenstag! In: über.morgen - Dein Begleitheft zur Krise (= 4. Jg., Nr. 2). 2. März 2012, S. 2. Abgerufen am 31. Juli 2012.
  12. über.morgen - Dein Begleitheft zur Krise (= 3. Jg., Nr. 7). 7. Oktober 2011, S. 1. Abgerufen am 31. Juli 2012.
  13. über.morgen (= 3. Jg., Nr. 5). 24. Juni 2011, S. 16f.
  14. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 3), 17. Februar 2010, S. 12.
  15. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 12). 29. Oktober 2010 S. 10ff.
  16. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 1). 20 Januar 2010, S. 9.
  17. Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 13.
  18. Morgen (= Nr. 8). 12. Dezember 2009, S. 8f.
  19. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 8). 28. Mai 2010, S. 8.
  20. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 1). 20 Januar 2010, S. 12f.
  21. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 11 ). 1. Oktober 2010, S. 6f.
  22. Morgen (= Nr. 5), 25. November 2009, S. 8f.
  23. Morgen (= Nr. 6). 2. Dezember 2009, S. 10f.
  24. über.morgen (= 3. Jg., Nr. 9). 9. Dezember 2011, S. 2.
  25. Morgen (= Nr. 2). 5. November 2009, S. 6.
  26. Morgen (= Nr. 7). 9. Dezember 2009, S. 6f.
  27. Morgen (= Nr. 2). 5. November 2009, S. 9f.
  28. Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 10f.
  29. über.morgen (= 2. Jg., Nr. 2). 3. Februar 2010, S. 10.
  30. Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 5.
  31. über.morgen (= 4. Jg., Nr. 3). 20. April 2012, S. 11.
  32. Morgen (= Nr. 3). 11. November 2009, S. 9.
  33. über.morgen (= 2. Jg, Nr. 1). 20. Januar 2010, S. 11.