3. Panzergrenadierbrigade (Bundesheer)

3. Panzergrenadierbrigade
Verbandsabzeichen 3. Panzergrenadierbrigade.gif
Verbandsabzeichen der 3. Panzergrenadierbrigade
Aufstellung 1956
Land OsterreichÖsterreich Österreich
Streitkräfte Roundel of the Austrian Air Force.svg Bundesheer
Teilstreitkraft Landstreitkräfte
Truppengattung Mechanisiert
Typ Panzergrenadiere
Unterstellte
Truppenteile

 

  • Panzerstabsbataillon 3
  • Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3
  • Jägerbataillon 19
  • Panzerbataillon 33
  • Panzergrenadierbataillon 35
  • Pionierbataillon 3
Unterstellung Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Sitz des Brigadekommandos Julius Raab Kaserne, Mautern an der Donau
Farben Infanteriegrün, Schwarz
Kommandant
Brigadekommandant Bgdr Anton Wessely
Insignien
Identifikationssymbol Kreuz, Vierblättriges Kleeblatt

Die 3. Panzergrenadierbrigade (3. PzGrenBrig) ist eine von zwei mechanisierten Brigaden des Österreichischen Bundesheeres und besitzt mehrere Bataillone verschiedener Waffengattungen in Niederösterreich und im Burgenland. Ihr Kommando befindet sich in Mautern an der Donau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die 3. Panzergrenadierbrigade wurde am 1. September 1956 als 3. motorisierte (Infanterie-)Brigade in Wien aufgestellt. Zu der Einheit gehörten das Bataillon 9, das Infanteriebataillon 10 und die Brigadeartillerieabteilung 3. Im Oktober 1956 erfolgte die Verlegung nach Krems an der Donau. Ein Jahr später besetzte die Brigade die Raab-Kaserne in Mautern an der Donau, wo das Kommando noch heute stationiert ist.

Die ersten gepanzerten Fahrzeuge waren russische Kampfpanzer vom Typ T-34.

Am 1. Jänner 1963 erfolgte die Umgliederung in die 3. Panzergrenadierbrigade mit dem Brigadekommando und dem Panzerstabsbataillon 3 in Mautern an der Donau, dem Panzergrenadierbataillon 9 in Horn und Weitra, dem Panzerbataillon 10 in St. Pölten-Spratzern und dem Panzerartilleriebataillon 3 in Allentsteig.

1998 wurde das St. Pöltner Panzerbataillon 10 an die 4. Panzergrenadierbrigade (Standort: Linz-Ebelsberg) abgegeben. Dafür erhielt die Brigade das Panzerbataillon 33 in Zwölfaxing und das Aufklärungsbataillon 3 in Mistelbach.

In dieser Zeit wurden auch die Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 A4 angeschafft und die ersten weiblichen Rekruten wurden ausgebildet.

Das Verbandsabzeichen der 3. Panzergrenadierbrigade ist ein goldgefasster schwarzer Halbrundschild mit weißem Kreuz. Im darüber liegendem Schildhaupt befindet sich ein weißer Schriftzug mit dem Namen des Verbandes. Links oben befindet sich ein weißes vierblättriges Kleeblatt, welches die vier Viertel Niederösterreichs symbolisiert.

Gliederung

Stärke und Bewaffnung

Kampfpanzer Leopard 2A4 des Panzerbataillons 33

Der Großverband hat neben den Kampfpanzern und den Schützenpanzern noch Pionier-, Infanterie- (Jäger-), Aufklärungs- und Artillerieeinheiten. Die Brigade verfügt über folgende Waffen und Geräte:

Einsätze

Die 3. Panzergrenadierbrigade kommt gezielt zur militärischen Landesverteidigung im Inland und im Ausland zum Einsatz. Zusätzlich kommt sie auch bei Katastrophen und Unglücksfällen, wie Lawinen, Muren und Hochwasser, zu Hilfe. Weitere Aufgaben sind die Ausbildung von Kontingenten für friedensunterstützende Einsätze im Ausland, wie etwa im Kosovo oder in Bosnien.

Kommandanten

  • Oberstleutnant/Oberst Franz Zejdlik 1956–1964
  • Oberst/Brigadier Paul Dernesch 1964-1970
  • Oberst dG Ernst Maerker 1970-1976
  • Oberst dG Josef Marolz 1976-1979
  • Oberst dG Karl Majcen (mit der Führung betraut) 1979
  • Oberst dG Richard Bondi 1979-1981
  • Oberst dG Kurt Pirker 1981-1984
  • Oberst dG Wilhelm Figl 1984-1986
  • Oberst dG/Brigadier Karl-Heinz Fitzal 1986-1992
  • Oberstleutnant dG Dieter Jocham (mdFb) 1992
  • Oberst dG/Brigadier Edmund Entacher 1992-2001
  • Oberstleutnant dG Kurt Wagner (mdFb) 2001-2003
  • Oberst dG/Brigadier Karl Pronhagl 2003-2009
  • Brigadier Anton Wessely 2009-

Siehe auch

Weblinks