38 – Auch das war Wien

Filmdaten
Originaltitel 38 – Auch das war Wien
Produktionsland Österreich, Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1986
Länge 97 Minuten
Stab
Regie Wolfgang Glück
Drehbuch Wolfgang Glück
Produktion Michael von Wolkenstein
Musik Bert Grund
Kamera Gerard Vandenberg
Besetzung

38 – Auch das war Wien ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1986. Der Film entstand nach dem Roman Auch das war Wien von Friedrich Torberg. 1987 wurde er von Österreich für den Oscar eingereicht und wurde in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ nominiert.

38 – Auch das war Wien ist einer von 100 Filmen die in der Edition „Der österreichische Film“ als DVD veröffentlicht wurden.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

1938, kurz vor Hitlers Einmarsch in Österreich. Die Schauspielerin Carola Hell steht am Beginn einer hoffnungsvollen Karriere. Sie liebt den jüdischen Schriftsteller Martin Hoffmann. Die beiden glauben trotz der politischen Veränderungen im Land ihre Liebe leben zu können. Doch der Faschismus lässt der jungen Liebe keine Chance. Hoffmann fällt in die Hände der Gestapo, der schwangeren Carola Hell gelingt die Flucht nach Prag.

Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: Der bemühte Versuch, ein dunkles Kapitel deutsch-österreichischer Geschichte aufzuarbeiten, ist allenfalls auf Grund seines Themas bemerkenswert diskussionswert.
  • prisma-online: Leider bietet das Ergebnis gepflegte Langeweile mit nostalgischen Bildern und einer oft nervigen Moral.'[1]
  • Dietrich Kuhlbrodt in epd-film 6/87: Regisseur Wolfgang Glück (Der Schüler Gerber) verfilmte das Buch „Auch das war Wien“ von Torberg, womit für eine nichtendenwollende Flut von Dialogen auf Basic German gesorgt ist.(...) Eine nostalgische Modenschau von A bis Z.(...) Doch dann gehts gleich zurück ins Kammerspiel, das heißt auf die Köpfe des Liebespaares, die abwechselnd einen Torbergsatz nach dem anderen aufsagen. Da die Schauspieler nur sehr begrenzt über Ausdrucksmöglichkeiten verfügen, schaut man besser nicht hin. Aber das ist auch nicht nötig, da die Filmdramaturgie sich eh in Hörspieltechnik erschöpft. »38« ist eine Schulfunksendung.[2]

Zitate

  • In Zeiten, in denen längst überwunden Geglaubtes wieder auftaucht, Vergangenes auch 50 Jahre später nicht bewältigt ist, wieder niedergeschwiegen werden soll: in solchen Zeiten kann so ein Film nicht zuviel sein. (Wolfgang Glück)

Auszeichnungen

Der Film war 1987 für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert, musste sich aber dem Film Der Anschlag des niederländischen Filmemachers Fons Rademakers geschlagen geben.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 'http://www.prisma-online.de/tv/film.html?mid=1985_38
  2. »38« Dietrich Kuhlbrodt auf filmzentrale.com