42plus

Filmdaten
Originaltitel 42plus
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 95 Minuten
Stab
Regie Sabine Derflinger
Drehbuch Sabine Derflinger
Mogens Rukov
Produktion Danny Krausz
Kurt Stocker
Musik Andy Baum
Kamera Bernhard Pötscher
Schnitt Karina Ressler
Besetzung

Der österreichische Spielfilm 42plus von Sabine Derflinger wurde 2007 uraufgeführt. Am 24. Juli 2008 kam er in Deutschland in die Kinos. Mitwirkende sind Claudia Michelsen in der Hauptrolle und Tobias Moretti und Ulrich Tukur in Nebenrollen. Außer Tukur teilt der Film auch das Thema der Sinnkrise einer über 40-jährigen Person, einen Ferienort als Schauplatz, die Sommerferienzeit und die erotische Libertinage mit dem Komödiendrama Ein fliehendes Pferd (2007). Sabine Derflinger sagte über ihren Film: „Eigentlich geht es in meinen Filmen immer um das Gleiche, um die Sehnsucht nach Liebe, um die Schwierigkeit der Balance zwischen Geborgenheit und Freiheit.“[1]

Angesiedelt ist 42plus in einem italienischen Ort am Mittelmeer, wo Christine mit ihrem Gatten und ihrer Tochter Sonja die Ferien verbringt. Seit mehreren Jahren hat sie sich regelmäßig mit Martin, einem Freund der beiden, in einem Hotel zum Sex getroffen, diese Affäre jedoch gerade beendet. Sonja geht mit einem italienischen Burschen aus und hat sich vorgenommen, ihre Jungfräulichkeit zu verlieren. Zu Christines 42. Geburtstag treffen überraschend Martin und seine unbefriedigte Frau Linda ein. Christine aber lässt sich auf eine sexuelle Beziehung mit Tamaz, einem herumhängenden jungen Studenten ein.

Inhaltsverzeichnis

Kritik

In der Bild wertete Oliver Kube den Film als „eine durchgehend locker-leichte Sommer-Dramedy mit Top-Darstellern“.[2] Gemäß Ulrich Kriest vom film-dienst tauge 42plus allenfalls fürs Fernsehen, nicht aber fürs Kino. Er fand das Drehbuch thesenhaft, die Dialoge „theaterhaft-papieren“ und die Erzählung „so klischeehaft, dass es schmerzt“. Einzig Claudia Michelsens Spiel lohne das Anschauen.[3] epd Film-Kritiker Kai Mihm hielt dem Film zugute, dass er versuche, von einer Beziehung ohne Humorismus zu erzählen, und ohne „die seichten Herzschmerzklischees deutscher Fernsehfilme“. Der anfänglich angenehm überraschende Realismus kippe aber rasch in reine Langeweile. Zwar spielte die Darsteller gut, müssten aber papierene Dialoge sprechen.[4] Claus Philipp vom österreichischen Standard fragte sich, ob zwecks „Risikominimierung im Sinne der Geldgeber“ eine „stimmigere Geschichte quasi zu Tode kuriert“ worden sei. Ein paar Schauspielstars simulierten Gefühle, die Dialoge seien hanebüchen, auf eine profunde Auseinandersetzung mit dem heimischen Bürgertum müsse man weiter warten.[5]

Literatur

Gespräch

Kritikenspiegel

Eher negativ

Negativ

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Die Standard: Diagonale eröffnet mit "42plus" von Sabine Derflinger, 19. Jänner 2007
  2. Oliver Kube: Der ganz normale Urlaubs-Wahnsinn, in: Bild, 23, Juli 2008
  3. Ulrich Kriest: 42plus, in: film-dienst Nr. 15/2008, S. 25
  4. Kai Mihm: 42plus, in: epd Film Nr. 7/2008, S. 44
  5. Claus Philipp: „Knapp verfehltes Glück“ - daneben ..., in: Der Standard, 11. April 2007