98.3 superfly

98.3 superfly
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Allgemeine Informationen
Empfang analog terrestrisch, Internet
Sendegebiet Großraum Wien
Eigentümer Superfly Radio GmbH
Geschäftsführer Thomas Mair
Sendestart 29. Februar 2008
Rechtsform privat
Programmtyp Musiksender
Liste der Hörfunksender

Superfly.fm (auch Radio 98,3 Superfly) ist ein musikorientierter privater Hörfunksender aus Wien. Er ist seit dem 29. Februar 2008 on air. Superfly.fm wirbt mit dem Slogan: „Lass die Sonne rein…“

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

98.3 Superfly startete seinen regulären Sendebetrieb am 29. Februar 2008 um 20.15 Uhr auf der UKW-Frequenz 98,3 MHz (Donauturm), welche einige Tage zuvor bereits zu Testzwecken, jedoch nicht 24 Stunden bespielt wurde. In den ersten Wochen kam das Programm – für den österreichischen Radiomarkt eher ungewöhnlich – ohne Moderatoren aus.[1] Auf der Homepage steht ein Livestream zur Verfügung, der Radio Superfly weltweit über das Internet kostenlos empfangen lässt.

Musikformat

Inhaltlich orientiert sich das Programm an Erfahrungswerten des Chef-Duos. Sowohl Kamp als auch Tronigger sind erfahren im Club- und Eventbereich und haben ein unabhängiges Platten-Label aufgebaut. Die Musikausrichtung deckt die Bereiche Black Music und Soul inklusive der diversen Subgenres (insbesondere Funk, Jazz, Hip-Hop, House, Dance, Electro und Drum ’n’ Bass) ab. Anstelle des automatisierten Musikabspielens werden DJs eingesetzt.[2] Mit Ende Mai startete der Radiosender seine eigene Morgenshow namens „Superfly Express“ von 6.00–10.00 Uhr. Nachrichten, Verkehrs-Update und Wetter werden dabei im 20-minütigen Rhythmus gesendet. Das Format „Superfly Rush“ bringt zudem von Montag bis Freitag zwischen 15 und 20 Uhr aktuelle Szenenews aus Wien.[3]

Rechtliche Schwierigkeiten

Gegen den Sender ist beim Verfassungsgerichtshof eine Beschwerde ehemaliger Mitbewerber um die Frequenz 98,3 MHz anhängig. Eine aufschiebende Wirkung hatte dieser Einspruch der Projektgesellschaft Inforadio Wien sowie von Hit FM (Österreich) allerdings nicht. „98,3 superfly“ hatte den Zuschlag – damals noch unter dem Namen „Sunshine Radio“ – für die letzte Wiener Privatradiofrequenz erst nach jahrelangem Tauziehen und Berufungsverfahren vor dem Bundeskommunikationssenat (BKS) bekommen.[4]

Ursprünglich sollte der Radiosender „Sunshine Radio“ heißen. Aufgrund der Beschwerde von Namensvetter Sunshine live aus Mannheim, welcher sich den Namen europaweit schützen ließ, wurde schließlich eine andere Bezeichnung für den Sender gefunden. Der neue Name ist eine Hommage an den US-amerikanischen Soul-Musiker Curtis Mayfield und einen seiner größten Hits: Mit „Superfly“ veröffentlichte der Künstler im Jahr 1972 einen der einflussreichsten Blaxploitation-Soundtracks.[5]

Für Aufsehen sorgte Superfly.fm zudem, als Gerüchte auftauchten, wonach die Österreichische Volkspartei (ÖVP) bei der Frequenzvergabe für den Sender interveniert hätte.[6]

Sonstiges

Superfly.fm gehört zur Superfly Radio GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der von Senderchef Matthias Kamp und Heinz Tronigger betriebenen Sunshine Enterprises. Das Unternehmen ist bisher als Clubveranstalter (Roxy und Passage in Wien), Musiklabel (Sunshine Records) und in der Gastronomie aktiv.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. „Neue Wiener Radiosender geht on Air“ (Der Standard, 29. Februar 2008)
  2. http://www.rtr.at/index.php?id=17364&L=0&code=1483346&typ=H%C3%B6rfunk
  3. http://derstandard.at/?url=/?id=3321956
  4. a b http://derstandard.at/?url=/?id=3205361
  5. http://www.horizont.at/radio/pages/show.prl?params=recent%3D1%26type%3D7&id=27939
  6. http://derstandard.at/?id=2585259&sap=2&_pid=5089334#pid5089334